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Home > Kino > Film-Archiv > Komödie > Dialog mit meinem Gärtner
Kinostart:
20. Dezember 2007
Regie: Jean Becker
Mit Daniel Auteuil, Jean-Pierre Darroussin, Fanny Cottençon,
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Originaltitel: Dialogue avec mon jardinier
Produktionsland:
Frankreich
.
Genre:
Komödie
Laufzeit: 109 Minuten.
Produktionsjahr:
2007
Verleiher: Arsenal Filmverleih
Inhalt: Ein erfolgreicher Maler in seinen Fünfzigern (Daniel Auteuil) verlässt Paris und kehrt in das Haus seiner Kindheit auf dem Lande zurück. Der in Scheidung lebende Künstler sucht per Zeitungsannonce jemanden, der sich um den vernachlässigten großen Garten des Grundstücks kümmert. Gleich mit dem ersten Bewerber erlebt er eine Überraschung, denn es präsentiert sich Léo (Jean-Pierre Darroussin), ein Klassenkamerad aus Schulzeiten, den er prompt engagiert. Die beiden Männer frischen Erinnerungen auf und allmählich entwickelt sich in langen Gesprächen über Gott und die Welt eine enge Freundschaft zwischen dem Intellektuellen und dem pensionierten Eisenbahnarbeiter mit der Leidenschaft fürs Gärtnern. Jeder lernt vom Anderen eine neue Perspektive auf kleine und große Dinge des Lebens.
FILMSTARTS.de
(4)
Pressespiegel
(3,7)
User-Wertung(1958 Bewertungen)
(3,4)
Film läuft in 1 Kino:
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„Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande“ - so überschrieb Ludwig van Beethoven den Kopfsatz seiner sechsten Sinfonie, der „Pastorale“. Der programmatische Leitfaden trug wesentlich zur Popularität des Werkes bei, und es ist heute geradezu der Inbegriff musikalischer Naturbeschreibung. Auch Filmemacher greifen - von „Fantasia“ bis Soylent Green - immer wieder gerne auf die assoziativen Tonmalereien des Wiener Klassikers zurück, wenn es darum geht, ein harmonisches Naturidyll zu beschwören. Jean Beckers „Dialog mit meinem Gärtner“ scheint sich auf den ersten Blick in die Tradition der romantischen Verklärung des einfachen Landlebens einzuschreiben, die gerade im französischen Kino immer wieder aufgegriffen wird. Doch genauso wie der epische Charakter der „Pastorale“ verkannt wird, wenn sie rein illustrativ interpretiert wird, ist Beckers berührende Verfilmung des Romans von Henri Cueco weit mehr als die Projektion der Sehnsüchte zivilisationsgeplagter Großstädter, die einen Film wie beispielsweise „Eine Schwalbe macht den Sommer“ so unübersehbar prägt. „Dialog mit meinem Gärtner“ ist leise Komödie und sanftes Melodram zugleich, ein leichter und melancholischer Film über Freundschaft, Erinnerung und Vergänglichkeit. Seine Darstellung der Gegensätze von Stadt und Land geht dabei deutlich über die üblichen Klischees hinaus, denn Becker, der wie seine beiden Protagonisten ein ausgeprägtes Gespür für Rhythmus und Nuancen zeigt, differenziert oft Gesehenes individuell aus.
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Mitglied seit 1.524 Tagen | 30 Userkritiken
Kritik: Wem bei diesem Film nicht das Herz warm wird, oder wen dieser Film nicht irgendwo durch die anfängliche Komik oder die spätere Tragik emotional berührt, der sollte sich wirklich Sorgen um seine Sensibilität, Menschlichkeit und um das machen, was uns entscheidend zu Menschen macht: Die Gefühle. Dabei ist die ganze Authentizität beider Darsteller am allermeisten beeindruckend. Beiden nimmt man ihre im Film verkörperten Rollen tatsächlich ohne zu zögern oder zu zweifeln ab, so als ob sie wirklich diese fiktiven Personen im realen Leben wären. Die Freundschaft die im Laufe des Filmes wächst, wirkt ebenso glaubwürdig und der Künstler findet durch den Hobbygärtner genau das auf dem Lande, was er dort gesucht hat und weswegen er aus dem eingebildeten und wichtigtuerischen Paris abgehauen ist. Dabei kann der Film tatsächlich kaum als Komödie bezeichnet werden, denn eigentlich steckt sehr viel Ernst hinter vielen Elementen und Passagen des Films. Das bringen auch die Schauspieler bei ihrer Performance rüber, die niemals ins komödiantenhafte oder lächerlich-komische hinabgleitet. Die Charakterzeichnung ist interessant und reicht für die Zwecke des Films vollkommen aus. Der dekadente Wein saufende und rauchende Künstler, der immer braun gebrannt ist und in Jackets rumläuft, malt und sich viel Zeit für die Kunst nimmt (obwohl er sie eigentlich auch satt hat), bis Mittags lang schläft, mehrere Liebschaften gehabt hat und einen kräftigen sozialen Habitus nach außen hin projiziert, und der in einem Sozialwohnungsviertel lebende Ex-Proletarier, den körperliche Beschwerden plagen und der früh pensioniert wurde, der trotzdem immer früh auf den Beinen ist, der etwas kitschige Wohnungsgegenstände hat, angelt, weder raucht, noch trinkt, weil er das schon ein Leben lang zuvor zuviel getan hatte, jedes Jahr mit der Feuerwehrmannschaft an denselben Ort fährt und dasselbe mit seiner Frau tut und niemals aus dem Lande raus gekommen ist. Während der Künstler prächtig Landschaften malen kann und sich in der Kunst und Musik auskennt, ergänzt ihn der Gärtner durch seine praktischen Fähigkeiten des Gartenbaus, durch Ratschläge und das Wissen über das Dorf- und Landleben. Diese Gegensätze ziehen sich hier deshalb an, weil beide von ihrer und auf ihre Art und Weise voneinander profitieren. Sie können miteinander reden, sich vieles erzählen und dort helfen, wo der andere keine Fähigkeiten besitzt und am Ende schöpft der Künstler sehr viel Kreativität und Inspiration aus dem Zusammensein mit seinem Freunde (Er malt alle ihm wichtigen Gegenstände und macht eine Ausstellung draus: Gummistiefel, Zuchini, einen Karpfen, ein Messer usw.). Der Künstler scheint zu erkennen, das er hier einen wahren Freund gefunden hat, abseits von der Glanz und Glamour Welt des glitzernden Paris. Zum Glück wurde nicht allzusehr die Traurigkeit (über den Verlust des Gärtners) der Künstlerfigur gezeigt, denn sonst wäre der Film womöglich zu tragisch und dramatisch gewesen. Denn irgendwo wachsen einem beide ans Herz. Auch die französische Lebensart wird im Film portratiert, wobei sich Genusssucht, Wein, Weib und Gesang immer maßvoll die Ehre geben. Beeindruckend sind die frühlingshaften und sommerlichen Bildkompositionen, die uns dargeboten werden: Die Natur wird nicht übertrieben romantisiert oder beschönigend dargestellt, sondern in ihrer Subtilität und Farbenprächtigkeit, vor allem durch die Sonneneinstrahlung hübsch anzusehen eingefangen. In keinster Weise sind diese Bilder zu übertrieben, nein ganz im Gegenteil - sie sind wie die Natur ist. Realistisch ist auch, das es ab und zu mal regnet und so nicht immer Sonnenschein vorherrscht (in den wirklich wichtigen Szenen aber dann schon immer). Es macht einfach Spaß den beiden beim reden zuzuhören, auch wenn sie sich mal nerven und gerade mal nicht ausstehen können. Solche Szenen wie die, als der Gärtner den Künstler ermahnt, er solle doch nicht kiffen und ihn dann raus in den Garten schleppt, damit er an die frische Luft kommt sind sehenswert und unkonventionell. Ein großes Lob muss man auch aussprechen für das überzeugend gemachte Ende, in dessen Verlauf der Regiesseur nicht überemotionalisiert, was der Zuschauer wahrscheinlich befürchtet hat. Aber nein, das Ende wirkt durch die Appruptheit wirklich absolut souverän, indem das Sterben des Gärtners nicht noch grossartig gezeigt wurde, nachdem man als Zuschauer vorher schon durch die Leiden und Schmerzen von "Gartenbauer" visuell geführt worden ist. Auch da wirklich ein großes Lob an die Gestalter der Gesichter, denn der Gärtner wirkt leichenblass und vollkommen fertig, so das die Krankheit und das damit verbundene Leidwesen wunderbar zum Vorschein kommen und eben auch wahrheitsgemäß wirken. Der Film wäre sicherlich nicht mit Laien- oder jungen Darstellern möglich gewesen, nein, es brauchte schon solch erfahrene Schauspieler, um wirklich die zu beabsichtigende Intensität auf die Leinwand zu bringen und das ist dem Regiesseur einmalig gelungen. Toll, das es solche Filme heute noch gibt. Allerdings ist der Film nur was für solche Leute von heute, die einen ruhigen Filmabend mit etwas Tiefsinnigkeit und Anspruch genießen wollen. Der Film stimmt dabei etwas melancholisch. Meiner Ansicht nach ist es ein Film, den man am besten mit der oder dem besten Freund(en) anschauen sollte, damit er seine volle Wirkung entfalten kann....
Mitglied seit 1.228 Tagen | 171 Userkritiken
Kritik: Der Titel ist Inhaltsangabe. Viel mehr passiert auch nicht in der Männerfreundschaft zweier älterer Herren. Der eine (Daniel Auteuil) ist Künstler, genannt ’Pinselhuber’, der andere(Jean-Pierre Durrousin) pensionierter Bahnangestellter und Hobbygärtner, genannt ’Gartenbauer’. Schön anzuschauen, aber auf die Dauer etwas langatmig. (100 Minuten!). Es sollen wohl die gegensätzlichen Charaktere sein, die den Film tragen: ein schlichter, pragmatischer Arbeiter und der Intellektuelle, der um Form und Farbe ringt. Die beiden Hauptdarsteller überzeugen zwar schon, aber so recht unterhaltsam wird es nicht. Selbst der Abstecher in Amors Reich oder die plötzlich auftauchende Tochter sind nicht wirklich der Bringer. Es ist nicht ärgerlich den Film anzuschauen, man darf nur nichts erwarten.
Rolle: der Maler
Rolle: der Gärtner
Rolle: Hélène
Rolle: Carole
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Hinzugefügt von Filmstarts am 6. November 2007
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