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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > Die Geschwister Savage > Userkritiken
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1 - 8 von 8 Treffern
Kritik: ...you`ll get it! Nicht von ungefähr heisst diese Familie Savage. Brutal, kalt, nur auf das eigene Ich bedacht impliziert dieses englische Wort. Und genauso mitleidlos bebildert dieser kluge Independentfilm den Zustand dieser Familienmitglieder: Bruder, Schwester, Vater - die sich nach Jahren der Entfremdung durch die Krankheit des Vaters gezwungen sind wieder einander anzunähern. Widerwillig - weil man dies ja halt so zu tun hat - müssen sich die Kinder mit den zunehmenden geistigen Aussetzern des Vaters arrangieren. Und dabei tragen beide so nach und nach ihre Schutzmauern die sich in all den Jahren um sich errichtet haben ab. Philip Seymour Hoffmann als Jon, ein Philosophieprofessor dessen Arbeit an einem Buch über Bertolt Brecht mittlerweile dazu geführt hat, daß er genauso durchdringend rational geworden ist, wie sein Vorbild. Und der emotionalen Situationen eher unbeholfen gegenübersteht. Seine Schwester Wendy, deren schriftstellerische Begabung ihrer Emotionalität ein wahrer Klotz am Bein ist - auch sie wird mit der Zeit erfahren, daß ein Mischung aus beiden Extremen allemal gesünder für das eigene Wohlbefinden sein kann. Von dem sonnendurchtränkten Arizona zu Beginn in dem ein artgerechtes Suburbia für Rentner genau so kalt, funktional und steril wirken kann wie ein Altenheim in New York in dem sich zwei Menschen aus Platzgründen ein Zimmer teilen müssen (und nur ein Trennvorhang einen Anflug von Privatsphäre vermittelt) gibt sich dieser Film keine Blösse: er zeigt mitleidlos und vorurteilslos eine Gesellschaft, die bei der Fixierung auf sich selbst den nächsten Angehörigen gerne übersieht. Bis es fast zu spät ist..... ...und in einer der fürchtelichsten Szenen reagiert der Vater (ein ebenfalls komplett uneitel aufspielender Philip Bosco) genauso wie der Ehemann von Kathy Bates in der finalen Szene von "Zeiten des Aufruhrs". Und mit diesem Brückenschlag empfiehlt sich mal wieder ein wundervolles - wenn auch mit Sicherheit nicht leicht verdauliches - Double Feature aus diesen beiden Filmen. Wer hat denn behauptet, daß intellektuelle Filme NICHT weh tun können??? (PS: Den einen Punkt Abzug auf die Höchstwertung gibt es für die Frechheit des Komponisten tatsächlich das Hauptthema von GHOST WORLD komplett geklaut zu haben. Sowas geht leider gar nicht!)
Mitglied seit 1.405 Tagen | 9 Userkritiken
Kritik: Was tun, wenn die eigenen Eltern nicht nur alt, sondern auch gebrechlich und zunehmend geistig verwirrt werden? Für Wendy und John Savage ist es ein Moment, der ihr ganzs bisheriges Leben gehörig auf den Kopf stellt. Als ihr Vater zum Pflegefall wird, müssen die beiden die Verantwortung übernehmen und für seine Unterbringung und Betreuung sorgen. Dabei haben Bruder und Schwester kein gutes Verhältnis oder eigentlich gar kein Verhältnis zu ihrem Vater, zu dem die beiden seit Jahren keinen Kontakt mehr haben. Entsprechend unwillig lassen sie es geschehen, dass der alte Mann in ihr Leben eindringt, zumal der Vater im Alter auch nicht zugänglicher geworden ist. Konfrontiert mit der sozialen Realität des Altwerdens und Sterbens gehen die Geschwister unterschiedlich mit der neuen Situation um. Während Jon sich mit den Gegebenheiten abzufinden und um emotionale Distanz bemüht scheint, reagiert Wendy mit Schuldgefühlen. Diese kompensiert sie in gutgemeinten, aber wenig hilfreichen Aktionen zur Verbesserung der Lebensqualität ihres Vaters. Anrührend und mit tragikomischen Witz erzählt Regisseurin Tamara Jenkins die Geschichte einer Familie, die das Leben unfreiwillig wiedervereint und die versucht, mit den neuen Verhältnissen irgendwie klar zu kommen. Entgegen den Erwartungen konzentriert sich die Filmhandlung weniger auf die Auseinandersetzung der Geschwister mit dem Vater. Stattdessen erlebt der Zuschauer, wie die beiden nach und nach zwangsläufig in das Leben des anderen eindringen und so von dessen kleinen und großen Verleugnungen und Dramen erfahren. Schließlich müssen sich „Die Geschwister Savage“ dadurch auch mit ihren eigenen Lebensentwürfen, ihrem privaten oder beruflichen Scheitern oder ihrem Selbstbetrug auseinandersetzen. Gut vorstellbar, dass viele Zuschauer in diesem Film Elemente aus den eigenen familiären Beziehungen wiederfinden. Ironisch und erfrischend unsentimental inszeniert und mit guten Darstellern, ist „Die Geschwister Savage“ ein modernes Familiendrama im besten Sinne.
Mitglied seit 2.664 Tagen | 44 Userkritiken
Kritik: Im Kino bezahlt man für Unterhaltung. Natürlich kann man Unterhaltung sehen wie man will. Mich hat „Die Geschwister Savage“ nicht unterhalten. Wehren der Vorstellung haben ca. 20 Besucher das Kino, vorzeitig verlassen. Es waren etwa 100 Zuschauer im Kino. Für den Film muss man so etwas erlebt haben, sonst ist es sehr langweilig. Ein Zitat: Star Trek IV, Spock zu McCoy, man kann das nur verstehen, wer das schon mal erlebt hat.
Kritik: Kaum vorstellbar, dass man von diesem Film nicht berührt wird. Neben dem Thema Eltern/Demenz finde ich das Leben der Geschwister fast noch interessanter. Obwohl es kommödiante Züge hat, wird einem doch vor Augen geführt, wie drastisch schief ein Leben laufen kann. Auch den Anfang in Sun City finde ich sehr stark. Wie soll das Leben sein, wenn man alt ist? Bis zur letzten Minute ein Genuß. Wenn die Leute am Schluß fast noch 5 Minuten sitzen bleiben, sagt das immer etwas über die Qualität des Film...
Kritik: Phantastisch gespieltes Drama, das ohne jeden Kitsch sehr emotionale Momente zu schaffen weiß! Wer hier Langatmigkeit bescheinigt, dem entgehen offenbar die starken Gefühle und tragischen Momente. Wann wurde ein solches Thema (dementes Elternteil muß ins Pflegeheim) je besser auf die Leinwand gebracht - ich glaube, noch nie. Man kann die schwierige Situation der Geschwister gut nachvollziehen, man fühlt mit ihnen, auch in ihren problematischen Beziehungsproblemen. Ich muß auch nochmal die großartigen Darsteller loben. Meisterwerk.
Mitglied seit 2.659 Tagen | 6 Userkritiken
Kritik: Man mag in „Die Geschwister Savage“ reininterpretieren was mal will. Für einen netten Kinoabend zu zweit, ist der Film ein Flopp. Auch alleine hätte mir der Film nicht gefallen. Bitte, was passiert denn da eigentlich? Was es auch ist, es ist sehr langweilig!
Kritik: Ein großartiger, kleiner Film. Mit Hoffmann und Linney spielen überragend in kleinen Nuancen, tragen die Emotionen nicht zur Schau, entfalten aber durch das Leise Spiel eine unglaubliche Wirkung. Für Anhänger des feinen Indiekinos ist "The Savages" unbedingt zu empfehlen. Der Actionfan bleibt besser zuhause. Am besten auch gleich die Sneakbesucher, die mit einem solchen Film eh überfordert sind.
Kritik: Ich habe den Film "The Savages" auf englisch im Sneak gesehen und ich hatte viel mehr erwartet, der Trailer ließ viel erwarten, jedoch enttäuschte der Film bei mir auf ganzer Linie. Die schauspielerischen Leistungen waren noch ganz ok, jedoch hilft es dem Film nicht seine Zuschauer wach zu halten, denn er ist sehr trocken, langweilig und es fehlt die nötige Finesse. Es ist klar, dass Dramen nicht so viel Action beinhalten, jedoch war hier nicht ansatzweise eine Handlung zu sehen, die Story ist sehr unkreativ und nicht sehr sehenswert, deshalb plätschert der Film in den 114 Minuten auch erbarmungslos vor sich hin und macht nicht wirklich Spaß. Ich bewerte den Film als nicht sehr empfehlenswert, da einfach die Story und die Finesse in diesem Film fehlt.
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