Wo die wilden Kerle wohnen
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    16 User-Kritiken

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    Hardking
    Hardking

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      4.5 - Großartig

    Die schauspielerische Leistung der Darsteller ist einwandfrei. Der kleine wilde Kerl übermittelt eigentlich perfekt die Emotionen und Gedankengänge, die von den Filmemachern im Drehbuch vorgegeben wurden. Man kann sehr gut nachvollziehen, wie er sich fühlt und auf die Ursachen dieser Gefühle schließen, ohne dass der Film jemandem(z.B. den Eltern) auf direktem Wege die Schuld zuweist. Stattdessen zeigt er auf, dass Liebe notwendig ist. Diese Liebe muss aber vor allem auch gedanklich umgesetzt werden, was der Mutter von Max leider nicht gelingt. Was veranlasst Kinder oder Jugendliche, von zuhause davon zu laufen? Das tiefgründige Drehbuch, das höchst philosophisch ist, zeigt eine Mögliche Antwort auf diese Frage auf: Die Gedanken und Handlungen im Raum zuhause scheinen einem vor allem als unschuldiges und mit seiner Natur vollkommen vereintes Kind unlogisch und sinnlos. Doch man ist natürlich offen, alles von seinen Eltern zu übernehmen. Gedanken, die nicht liebevoll in ihrer Wirkung sind, führen bei ihrer Übernahme aber unmittelbar zu einem Konflikt in dem Kind, seine liebevolle Natur auszuleben. Das, was zuhause gedacht und getan wird, scheint auch Max irgendwie nicht sehr wertvoll zu erscheinen. Warum denn Regeln oder Systeme? Für Max macht das offensichtlich kein Sinn, er will einfach umsetzen, was in ihm ist. Und so sind die "wild things", wie der Film im Original natürlich treffender betitelt ist, in dem wilden Max selbst verankert. Schließlich entscheidet er sich mit einer Flucht zu reagieren. Das alles ist makellos in Szene gesetzt. Lediglich die Stofftiere haben mir persönlich nicht gefallen. Sie haben ihre Symbolik nach meinen Eindrücken nicht sehr stark ausgedrückt. Trotzdem ist natürlich klar, dass sie die Gedanken und Gefühle von Max widerspiegeln. Besser wären hier Menschen mit anderen Wertvorstellungen und Denkungsarten gewesen, mit gleicher Funktion. Der Film wird durch wunderschöne und ausdrucksstarke Musik untersützt. Er ist deshalb fast perfekt.

    Hinzugefügt am 21.04.2010 um 22:14 Uhr
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    Thomas Anderson
    Thomas Anderson

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      1.5 - Schlecht

    Der Film ist jetzt - nach Martyrs - der 2. Film, bei dem meine Wertung und die FS-Wertung meilenweit auseinandergehen und ich die FS-Kritik kaum nachvollziehen kann. Ich habe den Film jetzt - im Original - gesehen und würde den unseren Kids wahrscheinlich erst ab 12 oder so zeigen. Vorher ist der m. E. nach absolut noch nichts für Kinder - und das obwohl er ja eigentlich ein Kinderfilm sein sollte. Das Buch ist lange nicht so gruselig und furchteinflössend wie einzelne Szenen im Film. Und auch ich habe mich die meiste Zeit über gelangweilt und immer auch versucht den Film durch die Augen eines Kinder zu sehen. Und soviele Dinge, die dort aufgegriffen werden, würden die Kids, die ich als Zielgruppe kenne, entweder nicht verstehen oder sich dafür interessieren. Und das ein Regisseur wie Spike Jonze so einen Kinderfilm realisiert ist für mich ohnehin ein nicht nachvollziehbarer Unsinn aber das ist wohl Ansichtssache.

    Hinzugefügt am 14.02.2010 um 09:58 Uhr
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      1.5 - Schlecht

    Ich habe mir den Film angesehen, und ich fande ihn ziemlich enttäuschend,denn bei der Vorschau hatte ich mir ihn anders vorgestellt.Ich fande diesen Film traurig.Ich finde,dass er nicht so für Kinder geeignet ist. Außerdem war der Film meiner meinung nach ziemlich langweilig, denn es ging eigentlich immer nur um das Gleiche.

    Hinzugefügt am 31.01.2010 um 16:33 Uhr
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      1.5 - Schlecht

    Erstaunlich, wie unterschiedlich die Sichtweisen bei diesem Film sein können. Lese ich doch in der Hauptsache großes Lob und Schlagworte wie "Herzerwärmend" oder "Juwel"...und selbst die Behauptung, man hätte ein emotionales Problem, wenn man diesen Film nicht gut finden würde. Nun gut, vielleicht ging es mir in meiner frühesten Jugend besser als dem jungen Protagonisten des Films und kann daher nichts von dem nachvollziehen. Vielmehr ging mir das überzogene und geradezu verhaltensgestörte Gehabe und Geschreie im Kombination mit der Kameraführung nach ca. 30 Minuten so auf die Nerven, dass ich für mich beschloss: das brauchst du nicht (und da war ich nicht der Einzige). Wer es braucht und wem es gefällt, der hat meinen Segen.

    Hinzugefügt am 03.01.2010 um 20:25 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Dieser Film rührt mit seiner stets mitschwingendne Melancholie. Die Geschichte ist toll erzählt und keinen Moment langweilig, eher vielleicht zu mitreißend für "begabte" (im Sinne von Alice Miller) Kinder, die sehr wohl die emotionale Dramatik der Geschichte erfassen können. Natürlich sind Kinder nicht in der Lage alle Symbolik intellektuell zu erfassen, welcher Erwachsene kann von sich behaupten das zu tun? Wer bei diesem Film einschlafen kann hat viele emotionale Barrieren niederzureißen.

    Hinzugefügt am 01.01.2010 um 20:11 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Vorher hatte ich gelesen, dass der Autor den Regisseur ermutigt hatte, den Film genau so wild und schockierend zu machen, wie er zu seiner Zeit das Buch gemacht hatte. - Und ich hatte mich gefragt, wie man wohl diese doch recht reduziert erzählte Geschichte in einen überzeugenden Film übersetzen kann. Dass es geht, sehen wir im Wilde Kerle-Film. Und das sehr gut. Was mir am besten gefallen hat, sind die sehr komplexen und einfach ganz eigentümlichen Persönlichkeiten der Monster. Ihr Verhalten folgt einer ganz eigenen, "wilden" Psychologie und ist sehr spannend anzuschauen. Sehr klasse auch Max, der kleine Junge. So auch fast am eindrücklichsten die Szenen am Anfang in seiner Familie, wo seine ganze Not aus seiner Sicht so gut und berührend dargestellt wird, dass man ihn und seine Reaktionen einfach miterlebt. Das große Plus: Spike Jonez erzählt diese Geschichte nicht mit irgendwelchen Hollywood-Phrasen, weder was die Handlung, die Personen noch die Bilder angeht. Er läßt den Zuschauer das alles miterleben. Minus: Eigentlich keines, bis auf die Stimme der Eulenfreundin, die nicht so recht passt.. Aber vielleicht ist das ja auch ... wild. Für Kinder ist es nichts übrigens, man muss das alles auch aushalten können. Aber sonst: Anschauen ist gut.

    Hinzugefügt am 01.01.2010 um 18:36 Uhr
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      4.5 - Großartig

    Ein sehr schöner Film über das Kind sein dürfen und zwischenmenschliche Beziehungen. Nicht wirklich ein Kinderfilm, dafür ist er emotional zu komplex aufgebaut- aber dafür umso besser um Erwachsene daran zu erinnern was es heisst zu spielen. This movie rocks! Ach ja, sehr witzig ausserdem.

    Hinzugefügt am 01.01.2010 um 03:15 Uhr
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      1 - Sehr schlecht

    Habe mir mit meinem siebenjährigen Sohn den Film zusammen angeguckt und nicht nur ich,sondern auch er wären bei diesem Film beinahe eingeschlafen. Viele der psychologischen Ansätze die in diesem Film vorhanden sind für Kinder unverständlich dargestellt. Die deutsche Synchronisierung der "wilden Kerle" war absolut daneben, es zog alles in vielen Bereichen ins lächerliche. Habe lange nicht mehr so einen langweiligen und kitschigen Kinderfilm gesehen.

    Hinzugefügt am 30.12.2009 um 07:14 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Der besondere Reiz des Kinderbuchs "Where the wild things are" ist ein ganz einfacher: Er öffnet eine kleine, verstaubte Hintertür in jedem von uns. Wohin führt sie? Es wäre falsch zu sagen: in die Kindheit. Viel eher: sie führt uns zu einem Ort, der seit der Kindheit da war, sich aber mit der Zeit entfernt hat, wie eine davonschwimmende Insel, aber immer noch da ist: du brauchst nur das Meer zu überqueren. Es stimmt. Jedes Bild gleicht einem Bekenntnis: Hier bin ich. Hier ist die Welt. Aber da ist noch etwas anderes. Und ihr könnt es nicht leugnen ... it's magic never believe it's not so

    Hinzugefügt am 29.12.2009 um 20:55 Uhr
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      5 - Spitzenklasse

    Eines vorab: es handelt sich hierbei NICHT wirklich um einen Kinderfilm, sondern eher einen Film über die Kindheit, das Kindsein an sich in all seinen Facetten. Aber erst einmal zur Story: Der kleine Max ist ein wildes, ungestümes und zorniges Kind. Niemand hat Zeit für ihn. Weder seine Teenagerschwester, die von ihm angenervt ist und zulässt, dass Max’ selbstgebautes Schneeiglu von ihren Freunden zerstört wird noch seine beruflich gestresste Mutter, die momentan ihre Aufmerksamkeit ihrem neuen Freund schenkt. Der enttäuschte und sich allein gelassene Max lässt seiner Wut und seinem Zerstörungstrieb freien Lauf: das Zimmer der Schwester wird unter Wasser gesetzt und die Mutter im Streit gebissen. Die schimpft ihn in Wut ein wildes Tier. Max läuft davon. Er flüchtet in einem kleinen Segelboot übers Meer zu einer abgelegenen Insel. Dort leben wilde, seltsame monströse Kreaturen, die ungestraft und völlig unberührt ihren Gefühlen und ihrer Zerstörungswut freien Lauf lassen. Max, der dem Destruktionstrieb an sich sehr positiv gegenübersteht, ist begeistert!. Die „wilden Kerle“ wollen Max zwar erst fressen, der überzeugt jedoch durch Zornausbruch und wildes Gebären. Die Monster beschließen Max zu ihren König zu machen. Unter einer Bedingung: er soll für sie ein Paradies erschaffen, alle glücklich machen und die Leere in ihnen bekämpfen. Max stimmt zu und ordnet als erstes das an, was allen Spaß macht: Krach! Alle machen begeistert mit….es wird nur das gemacht was Spaß macht, mit keinerlei Konsequenzen, möge da kommen was wolle. Max ist glücklich. Endlich sind da welche, die ihn verstehen und genauso fühlen wie er! Der Junge fühlt sich geborgen. Ein besonderes Vertrauensverhältnis entwickelt Max zu Obermonster Carol und der immer nachdenklichen K.W. (bitte auf engl. sprechen: Kay Double You!). Max und seine Monsterfreunde beschließen eine Festung zu bauen um sicher zu sein und sich einen Ort aus ihren Träumen zu erschaffen, an dem man glücklich sein kann. Es geht mit Feuereifer an die Arbeit….doch die Idylle bekommt schnell Risse. Max, von dem als König alle erwarten dass er sie glücklich macht und jegliche Probleme aus der Welt schafft, zerbricht an der Erwachsenenrolle, in die er gedrängt wird. Er ist schlussendlich nur ein Kind mit all seinen Fehlern und Schwächen. Nach einer Schlammklumpenschlacht, die die allgemeine Stimmung wieder heben soll, passiert das Gegenteil. Die Monster, allen voran Carol zweifeln an ihm…die Situation beginnt zu eskalieren und Max bester Freund unter den Monstern, Carol, will ihn fressen, Die besonnene K.W. rettet ihn. Max beschließt daraufhin die Insel wieder zu verlassen, er will wieder zurück nach Hause. Es kommt zu einem versöhnlichen Abschied, selbst der jähzornige Carol vergisst bittere Tränen als sein kleiner Freund Abschied nimmt…. Das hochgelobte Kinderbuch (viele Kritiker halten es für das vermutliche beste Kinderbuch aller Zeiten) von Maurice Sendak (Originaltitel: Where the wild Things are) aus den Jahr 1963 hat gerade mal knapp vierzig Seiten und besteht aus 333 Wörtern. Nicht gerade viel und auch nicht wirklich die ideale Voraussetzung einen Film draus zu machen. Nicht umsonst galt Sendaks Meisterwerk lange genau wie Tolkiens „Herr der Ringe“ als unverfilmbar. Doch Sendaks kurze fantasievolle Geschichte über einen Jungen, der auszog um wild zu sein und schließlich durch Monster viel über sich selbst lernt und dabei erkennt, Gefühle anderer wichtig zu nehmen und zu akzeptieren fand einen Regisseur, der es schaffte das Meisterwerk adäquat zu verfilmen. Regie-Individualist Spike Jonze (Being John Malkovich) baute die Kurzgeschichte um Max und seine Monster aus, gab ihnen Namen, ließ sie sprechen, tauchte tief in ihre Charaktere ein und verlieh ihnen somit Tiefe. Jedes der Monster hat seine ganz eigene Persönlichkeit und es ist klar, dass ein jeder von ihnen Max Charaktereigenschaften darstellt: Der ungestüme Carol steht für Max zornige und jähzornige Seite, Judith für Gehässigkeit und Eigensucht, Alexander für Unsicherheit und Verzagheit, Ira spiegelt Max Angst vor der Einsamkeit und der Leere wieder, Douglas so was wie sein Gewissen und K.W. stellt die besonnene und nachdenkliche Seite von Max dar. Der Film ist teilweise sehr düster und absolut nichts für ganz junge Kinder; ein fünfjähriges Kindergartenkind hat in solch einem Film nichts zu suchen und ich bezweifle stark, dass selbst zwölfjährige Kinder die eigentliche Botschaft es Films verstehen. In den USA waren es mehr die Erwachsenen meiner und der Generation davor, die die Kinos stürmten. Viele Kinder sind teils aus Langeweile und aus Angst aus dem Kino gerannt. Liegt vielleicht auch daran, dass es sich bei der Adaption des Buches um eine für Hollywood-Verhältnisse sehr unkonventionelle Verfilmung handelt, fernab von süßlichen Klischees vom ach so niedlichen Kind und seiner so oft verklärten Kindheit. Daher ist der Film meiner Meinung nach mehr was für jung gebliebene Erwachsene, die das Kind in sich noch bewahrt haben. Jonzes Verfilmung sorgte beim Studio für Ärger: ein düsterer „Kinderfilm“, karge Landschaften (ein bisschen Wald, eine Wüste, zerklüftete Klippen) und die Thematisierung von innerer Leere und Einsamkeit, was war das bitte für ein Film für Kinder? Die Postproduktion dauerte schlussendlich zwei Jahre und nach zähem Ringen hat Jonze seinen Kopf durchgesetzt und seine Version von Sendaks Geschichte auf die Leinwand gebannt! EIN GLÜCK FÜR UNS ALLE! Übrigens ist Autor Maurice Sendak von Jonzes Version begeistert und gab seinen Segen. Na, besser geht es doch nicht, oder?! Es lässt in einem die Hoffnung schimmern, dass es bald noch mehr solcher unkonventioneller „Kinderfilme“ gibt. Ein absoluter Glücksgriff ist übrigens Hauptdarsteller Max Records. Er schafft es die zornige, jähzornige und wilde Seite von Max mit all ihren Schwächen und Fehlern und gleichzeitig die verletzliche und einsame Seele eines Kindes darzustellen. Ein junger Darsteller, der noch nicht die Abgeklärtheit eines coolen Hollywood-Kids verinnerlicht hat. Max lässt das Kind in uns allen aufleben und erinnert uns alle an unsere Kindheit, so wie sie wirklich war: voller Lebensfreude, Unbekümmertheit und wilder Träume aber auch voller Unsicherheit und Angst! Ein bittersüßes Gefühl, dass einen strahlen lässt, denn wir erinnern uns wie wir waren als wir noch Kinder waren. Max ist ein Teil von uns allen! Der Film ist meiner Meinung nach ein absolutes Juwel! Hardcore-Fans der Buchvorlage, die von keinerlei Verfilmung was wissen möchten und auch nichts ins Kino wollen, weil sie sich ihre Fantasie und Vorstellungen der einzelnen Figuren nicht kaputt machen wollen, denen sei gesagt: schaut euch diese kongeniale Verfilmung an! Spike Jonze hat ein Meisterwerk geschaffen und wenn selbst der Autor begeistert ist, sollte das doch ein Freifahrschein sein! btw, noch was: ich habe seit Mowgli aus dem Dschungelbuch kein Kind gesehen, dass so überzeugend ein Wolfsgeheul und Hundegebell imitieren kann wie Max Records! Respekt!

    Hinzugefügt am 28.12.2009 um 16:20 Uhr
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