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Home > Kino > Film-Archiv > Biografie > Che - Revolucion > Userkritiken
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1 - 8 von 8 Treffern
Mitglied seit 1.358 Tagen | 7 Userkritiken
Kritik: In der Filmstarts-Kritik und in diversen Leser-Kritiken hören wir, dass der Film >>nicht packend genug>eher langweilig Zum einen war ich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt (die 2h vergingen wie im Flug und ich werde mir definitiv auch Teil 2 ansehen). Zum anderen frage ich mich (und vielleicht sollten wir ja darüber "stolpern" und nachdenken?): Warum ist für den Film eine derart nüchterne, lakonische, dokumentarisch wirkende Erzählweise gewählt worden? Kein enthusiastischer, alle Sympathien auf sich ziehender Held, der begeisternde Reden schwingt, der alle mitreißt! Ein wortkarger Mann, der wenig dazu neigt, Emotionen zu zeigen, der auch schon mal - wie nebenbei - ein paar kriminell gewordene Companeros exekutieren lässt. Che sitzt immer abseits der anderen, schreibt in sein Tagebuch oder liest ´n bissel Marx, achtet aber auch sehr darauf, dass andere ihren Analphabetismus überwinden. Che nicht als Mythos, sondern sehr irdisch. (Besonders gelungen hier auch die unglaublich dokumentarisch anmutenden Szenen seines Auftretens bei den Vereinten Nationen! natürlich absichtlich in schwarz-weiß gefilmt) Ich halte das für den richtigen Ansatz... Und ich bin (wie schon in >>Traffic Ganz klar haben die Filmemacher Sympathien, aber sie zeigen auch die anderen jungen Männer, die das Pech hatten, zur falschen Zeit in die falsche Truppe eingezogen worden zu sein (in Batistas Truppe). Sie wollen nicht packend unterhalten oder die Revolution als einen >>Wert an sich Revolucion nicht mit einem Ausrufezeichen. Eher mit einem Fragezeichen. Ein intelligenter Film!
Mitglied seit 1.275 Tagen | 4 Userkritiken
Kritik: Zunächst kann ich die Kritikpunkte hier gut verstehen. Ja, es wird anfangs nicht ausführlich auf die Gründe der Revolution eingegangen. Das könnte man wegen des Filmtitels schon erwarten. Allerdings stehen die Gründe, das zeigt der Film im Verlauf, eher im Hintergrund. Es geht vor allem um das "Wie". Und dieses Wie wird meiner Meinung nach äußerst packend und realistisch dargestellt. Zudem sehr vielschichtig: wir erleben Guevara in vielen Facetten, als zunächst skeptischen Arzt, strengen Revolutionär, kränklichen Asthmatiker, brutalen Guerilla, bürgernahen Befreier... Diese vielen Rollen werden Guevara nur gerecht, schließlich ist es schwer, ihn in eine Schublade zu packen. Handwerklich ist der Film einwandfrei gelungen. Die eingeschnittenen Szenen aus der "Gegenwart" 1964 sind anfangs gewöhnungsbedürftig, aber dank des strengen Durchziehens dieses Konzepts überaus passend. Schön wird gezeigt, wie Guevara sich in den USA - beim großen Gegner - aufführt und die Revolution vor der UNO rechtfertigt. Hier wirft der Film fragen auf, die auch heute noch aktuell sind, ohne patriotisch-kitschige oder kritische Antworten anzubieten - ein geschickter Schachzug. Vor allem in der zweiten Hälfte, wenn die Kämpfe in der Stadt gezeigt werden, wird der Film noch einmal richtig stark. Alles in allem eine solide Darstellung von Guevaras (und der Anhänger) Revolution auf Kuba. Del Toro nimmt man die Titelrolle sofort ab, man merkt, dass es ihm eine Herzensangelegenheit war. Ich freue mich jedenfalls schon auf den zweiten Teil.
Kritik: Che ist der Held dieser Geschichte. Er steht im Zentrum, hart und gerecht. So wollte ihn Benicio del Toro als Mitproduzent, Schauspieler (und vielleicht Fan) wohl sehen. Das war schon fast alles zur Biografie. Der Film zeigt überwiegend die Kampfhandlungen im Dschungel und um die Eroberung der strategisch wichtigsten Städte in Kuba. Das Warum der Revolution wird zu Beginn des Films nur sehr kurz abgehandelt. Ja, es ist ein Kriegsfilm, ohne groß brutal zu wirken. So wirkt alles schön heroisch. Und: War der echte Che nicht hübscher als sein Mime? Es fehlt an realer Tiefe und kritischer Auseinandersetzung zum Leben und zu den Taten des Revolutionärs. Ein Lob gibt es für das Handling der zeitlich und in schwarz-weiß eingeschachtelten Szenen, die den Argentinier als Redner stets im Mittelpunkt halten. So wirkt der Film weder langweilig noch spannend. Leider fehlt es - sicherlich ohne Verschulden von Soderbergh - den meisten Synchronstimmen an dem Enthusiasmus, den man sich erwünscht hätte. In der Originalversion wird das Werk aber nicht besser wirken können.
Mitglied seit 1.316 Tagen | 115 Userkritiken
Kritik: War die revolution echt so langweilig oder hat es Soderbergh nicht geschafft die "revolucion" packend zu erzählen? geht das nur mir vorwissen? Ich kann nur sagen obwohl del Toro (trotz der miesen synchro) sehr überzeugend gespielt hat,ist diese Biopic/drama wirklich sehr Lau. Filme wie JFK,malcolm X,Gandhi hatten auch ihre langatmigen momente doch sie hatten auch sehr viele packende Szenen, packende momente die uns gefesselt haben.Da bleibt diesen Film die Luft aus.Sie wird einfach langweilig erzählt.Sehr schade. Doch bin ich der Meinung das Soderbergh sich immmer noch nicht bewiesen hat.Klar werd ich mir den zweiten Teil anschauen, aber mit sehr wenig Erwartung.
Kritik: Ich hatte mich im Vorfeld sehr auf den Film und Benicio Del Toro gefreut,bin also schon mit einer gewissen Erwartung in den Film gegangen... Dann geht's los:Oh Mein Gott!Was ist mit der Synchronstimme von Benicio Del Toro passiert!?Das geht ja gar nicht,und dabei ist die Stimme die er in "Things we lost in the fire" oder Fear & Loathing..." hat,meiner Meinung nach eine der Besten,und sie passt einfach top zu ihm.Naja,war wohl nix!Aber nicht nur das,die gesamte deutsche Synchro ist total stumpf und dadurch lässt einen der Film denk ich auch völlig kalt! Keine Emotionen,keine Spannung,totale Enttäuschung,sorry!!
Kritik: Che -Revoluciion gibt einen sehr guten Einblick in das leben Guevaras. Der Film ist weder ein Heldenepos, viel mehr zeigt er nüchtern und ohne Glanz den Verlauf der Revolution. Vor allem der sehr gute Hauptdarsteller gefällt sehr gut. Vor allem ist der Film trotz des brisanten Inhalts sehr ruhig und weder die Gründe der Revolution noch die Amerikaner werden verurteilt. Einen Punkt Abzug gibts für teils miese Synchronisation.
Kritik: die große stärke des films ist sicher die nach meiner meinung recht realistische darstellung und umsetzung des guerilla-daseins und der straßen- und dschungelkämpfe. trotzdem, wirklich mitreißen konnter er mich nicht. die politischen ideen und die motivation für die revolution wird kaum angesprochen (und nur über nackte zahlen mal kurz am feierabendtisch von fidel runtergeplappert) und bleibt für den zuschauer nicht greifbar. nur auf den gedanken revolution generell einzugehen und gleichzeitig zu sagen immer zu wissen warum (aber das nicht wirklich zu erklären)... schlägt voll in die kerbe in die che mittlerweile reingerutscht ist, als sinnbild des revolutionärs gegen alles. hätte den hintergrund gerne mehr einbezogen gesehen.... oder seh ich das falsch und es ging den anführern und mitkämpfern der guerilla wirklich von anfang an nur um den selbstzweck revolution? naja, möglicherweise fehlt es mir an vorwissen, das da wohl vorausgesetzt wird. zudem ist die deutsche synchro bei so einem film etwas problematisch, hätte ihn lieber auf spanisch gesehn.
Kritik: Würde man den Film rein handwerklich bewerten, hätte er sicherlich 9-10 Punkte verdient. Tolle Kulisse, großartiges Schauspiel, eine mitreißende Geschichte und eine fantastische Atmosphäre. Wäre da nur nicht die politische Dimension.. Ernesto Guevara war, nach allem was bekannt ist, eine sehr komplizierte Persönlichkeit. Ein Berufsrevolutionär, der einen stalinistischen Sozialismus durchsetzte und vor massivem Gewalteinsatz nicht zurückschreckte. Einer, der gerne auch mal selbst Exekutionen durchführte. In diesem Film ist davon nichts zu sehen. Der große Che ist der edle Retter der Kubaner. Ein Freiheitskämpfer, der nur Schwerstkriminelle erschießen lässt. Und zwar so in Szene gesetzt, dass der Zuschauer es irgendwie als gerecht empfindet. Ich habe den Film in England gesehen und war zunächst begeistert. Dann habe ich mich mehr mit Guevara beschäftigt und bin im Nachhinein verärgert, was für eine politische Botschaft mir untergejubelt wurde.
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