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2.5 - Na ja
Dieser Film ist eigentlich keine Komödie, aber er ist komisch. Wer eine spannende Geschichte mit kitzeligen Dialogen, Slapsticks und irren Verwicklungen erwartet, wird enttäuscht werden. Wer sich aber auf die skurrile Begegnung mit verhaltensauffälligen Menschen einlässt, wird schockiert und vielleicht doch erstaunt loslachen können. Im Film begegnen sich Menschen zweier Welten, zum einen die Triebhaften, mit ihrer Vulgarität, ihrer Unreife, ihrer Unzivilisiertheit und Trägheit.
Und zum anderen die Gesitteten, die Kultivierten, die Erfolgreichen und Sorgenden. Die Triebgesteuerten können mit den Trieben der anderen nicht leben, nur im Traum begegnen sie sich einmalig. Auch mit den Zivilisierten ist der Umgang natürlich nicht stressfrei möglich. Aber Wilde untereinander sind sich ebenso wenig grün, wie die so Gesitteten, die überall Heuchelei und eine Show machen. Liebe wächst weder in dem Ausleben der Urbedürfnisse noch in der Scheinwelt unterdrückter Triebe. Doch die Sehnsüchte nach dem Leben der anderen Seite brechen im Film auf beiden Seiten durch und erschaffen urkomische Szenen. Schockiernd mit welchem Extremismus losgelassene Menschen aufeinander losgehen, urkomisch aber auch,wie mit Gesang, einem Hund, einer Psychologin und in einem Verwandschaftsgeflecht Menschen mit unterschiedlichen Maßstäben in einer Zwangsgemeinschaft aufeinander- und wieder abprallen. Ein Kassenschlager wird der Film in Europa eher nicht, aber einige Szenen bleiben wie Brandmale in der Erinnerung.
Hinzugefügt am 26.09.2008 um 11:22 Uhr
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