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Ob "Quarantäne", das amerikanische Remake des starken spanischen Zombiehorrorfilms nur sieben Monate nach Kinostart des Originals nötig war, darüber lässt sich streiten.Fest steht jedoch das der Film die Qualität des Originals nur selten erreicht und vor allen Dingen an nahezu vollkommenen Fehlen eigener Ideen krankt. Viele Szenen in "Quarantäne" sind eins zu eins aus "REC" übernommen und sind in den meisten Fällen auch schwächer geraten als im Vorbild. Die subjektive Kamera funktioniert deutlich schlechter als in der spanischen Version, da streckenweise einfach zuviel gewackelt wird. Auch werden die Logiklöcher und kleinen Unglaubwürdigkeiten die schon in "REC" negativ auffielen schlichtweg ignoriert.Hier hätte der Film durchaus verbessert werden können, diese Chance wird allerdings leider komplett verschenkt. Dem gegenüber steht ein ähnlich gut agierendes Darstellerensemble wie im Original (vor allem Jennifer Carpenter und Jay Hernandez liefern starke Leistungen ab) und eine toll panische, extrem fesselnde letzte halbe Stunde. Verwunderlich ist allerdings das der Film bei der FSK Jugendfreigabe erhalten hat, denn der Film legt in Sachen Härtegrad auf den schon nicht gerade harmlosen "REC" noch ein gutes Stück zu. Auch abseits der Goreszenen ist "Quarantäne" kein Film für schwache Nerven, denn das Tempo ist konsequent hoch und die Atmosphäre extrem panisch. Insgesamt heben gute Darsteller und die klasse letzte halbe Stunde "Quarantäne" trotz Logikfehlern und dem vermissen lassen jeglicher Innovationen knapp über das Genremittelmaß
Hinzugefügt am 13.06.2011 um 00:32 Uhr Verstoß melden
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