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Home > Kino > Film-Archiv > Drama > Wolke Neun > Userkritiken
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1 - 10 von 12 Treffern
Kritik: Ein Film, wie ich ihn noch nie gesehen habe! Alle Schauspieler wirkten so frei, so autentisch. Vielleicht lag es daran, dass es nur ein minimales Drehbuch gab und die Texte frei gesprochen werden sollten. Auch Handlungen wurden improvisiert. Das verlieh dem Film einen besonderen, hervorragenden Charakter. Auch das Thema, das bei uns immer noch als Tabu gilt (Sex im Alter, keine Liebe unter alten Menschen???) ist überlegens- und überdenkenswert. Dürfen sich denn nur junge Menschen lieben und Sex haben??? Beileibe nicht! Als der Film bei uns im Kino zuende war und der Nachspann lief, war es bei uns im Kino mucksmäuschenstill. Erst als das Licht anging, verließen die Besucher - schweigend, nachdenklich - das Kino. Es ging also nicht nur mir so.
Kritik: Ich habe den Film im Kino verpasst und erwartungsvoll auf die DVD gewartet. Um so größer war jetzt die Enttäuschung über das Ergebnis. Dresen hat seine Vorstellung über Sex im Alter verarbeitet. Ich glaube nicht, dass er mit einem Menschen über 70 darüber gesprochen hat. Man nehme ein paar Sauna gewöhnte alte Laien Darsteller, die keine Scheu haben, sich nackt vor der Kamera zu präsentieren. Ich bastele eine simple Eifersucht Story, in der ich die Protagonisten so oft wie möglich nackt aufeinander lege. Der Platzhirsch ist langweiliger Eisenbahn Freak, der Herausvorderer eine Biovital Werbefigur mit Radsport Flair. Dazwischen ein paar Einstellungen der Marke "ich kann fotographieren" mit grünen Blättern vor glitzerndem Sonnenlicht und schon habe ich das Rezept für einen Film, von dem sich viele blenden lassen. Die Story ist flach, die Konversation tendiert gegen null und die sexuellen Einstellungen sind extrem unromantisch und gefühllos. Hier wird ganz kalt kalkuliert, dass die Welt der bis 45 jährigen Menschen -und das ist das Kino Publikum- den Mut zur Verarbeitung des Themas bejubelt. So muß es sein bei den Alten. N e i n, Gott sei Dank ist es nicht so. Sonst könnten wir uns mit 60 alle auf die Gleise legen.
Mitglied seit 1.075 Tagen | 34 Userkritiken
Kritik: Nicht genug, dass die Alten jetzt immer länger arbeiten sollen - nein: sie sollen auch noch länger Sex haben, Liebslust und -leid unlimited? Erst langsam dämmert mir der Wert des Films. Auch durch einige Beiträge hier wird mir die Fiktion bewusst: Kein Rentnerpaar wird so einfach einen Quicky hinlegen und keine sexualisierte Oma masturbiert so mal nebenbei in der Badewanne - das Leben ist nicht so, Gott sei Dank! Der Hormonspiegel nimmt nun mal im Alter ab, über die Funktion der Sexualität läßt sich viel reden, eine Funktion hat sie: die Funktion der Fortpflanzung. Diese Aufgabe hat das Alter nicht mehr. Der Film ist auch kein zeitkritischer Beitrag zur übersteigerten Liberalität des Beziehungs- und Sexuallebens einer versingelten Gesellschaft, in der die Ehe, Familie, oder etwas ähnliches, immer weniger existenzsichernd ist. Im Job ist Flexibilität angesagt für eine optimale Verwertung im Produktionsprozess. Warum also nicht sich mit 65 (oder mehr) einfach verlieben, den alten Partner nach dreißig Jahren verlassen und so weiter? Schön, wenn der Körper das noch mitmacht, wenn der neue Freund auch noch eine geräumige Wohnung hat, und: ich ziehe aus, nehme mir eine eigene Wohnung. Schön, wenn dann auch die Rente (oder Pension) noch für eine zusätzliche Wohnung reicht. Nein, auf dem Hintergrund zunehmender Altersarmut passt das alles nicht so recht. Auch Freunde auf der Suche nach der perfekten Beziehung finden hier wenig Verwertbares. Was habe ich falsch gemacht, ist eine belanglose Frage in einem Film, der ein einfaches Beziehungsdrama skizzenhaft darstellt, ohne Schnörkel, ohne Hintergründe, ohne auch nur den Ansatz einer Analyse zu ermöglichen. Die Gewohnheit mit dem bahnfahrenden Ehegatten einerseits, dagegen die Radtour mit dem Lover andererseits, stehen hilflos und konstruiert nebeneinander. Warum musste es so kommen, was hätte Frau oder Mann anders machen können? Was bleibt ist ein Film mit wenig Worten (deshalb auch international gut verwertbar). Ein Film, der ein Beziehungsdrama mit alten Leuten besetzt, die sich verliebte Blicke zuwerfen und auch noch Sex haben. Nichts von der voyoristischen Wirkung jugendlicher Körper oder Hollywoodschönheiten, wenn es zur Sache geht. Ganz im Gegenteil: Falten und sexuelles Versagen. Ich als Zuschauer bleibe eher ungerührt, wenn nicht sogar angeekelt. Die Liebeszenen passen nicht aufs Alter. Was bleibt ist ein (vermutlicher) Suizid des Ehegatten und der hysterische Zusammenbruch auf dem Bett des Lovers. Ich bin bei dem Film aus allen Wolken gefallen. Ich kenne bisher keinen Film, der Schattenseiten so gekonnt dargestellt hat wie dieser.
Kritik: der partnerwechsel geschah nicht vordergrundlich aus liebe sondern weil der sex mit dem neuen gut, bzw. besser war. warum ihr ehemann sich aufgab und depressiv wirkte bleib unklar. sie unternahm auch nichts dagegen,im gegenteil sie akzeptierte es. es gab zuviele sinnlose sexszenen. die allessamt unromantisch waren. warum sich der ehemannam ende des filmes wegen der trennung umbrachte, obwohl ihm alles egal war, ist unschlüssig. ein sinnloser film über exsistenz der sexualität im alter. ja die gibt es. und wir haben es vorher auch gewusst.
Kritik: Mich hat der Film sehr bewegt, wobei es nicht vorrangig die Sexszenen im Alter waren, sondern die Geschichte dahinter.Wie hoch ist der Preis, wenn man selbst glücklich sein möchte, wie viele Opfer kostet und gibt es.Unabhängig von Alter und Aussehen geht es eben um Ehrlichkeit im Leben und in der Liebe, und das kann sehr schmerzhaft sein.
Kritik: Wolke 9. Eigentlich ein unspektakulärer Film. Weil Fremdgehen eigentlich nichts neues ist. Hier "tun es" über 60 Jährige, doch genauso kann man den Vorgang auch auf beliebig viele Jahre jüngere Leute übertragen. Was mich an diesem Film gefesselt hat sind gleich mehrere Dinge. Im Laufe der Handlung tauchen viele Fragen/Themen auf die mich selbst betreffen, wie "miteinander sprechen in der Ehe oder überhaupt zusammenpassen", "Sinn des Lebens, was fange ich mit meinem Leben an", "Rollenverständnis Mann/Frau", "eigenverantwortliches Verhalten". Sehr schön fand ich die starke Reduktion bzw. Konzentration auf die Story ohne Überflüssiges. Auch die "Wahrhaftigkeit", d.h. wirklich den Sex aber auch die Gewalt zu zeigen, so ist auch das Leben, Schönes steht nebem Unschönen. Sicherlich entspricht dieser Film nicht den aktuellen Seh-Erfahrungen, bei denen man sich, nicht nur beim deutschen Film, lächerlich weit von der Realität entfernt hat. Kein Film zum sich unterhalten lassen. Sondern realistisch-dokumentarisch mit der Möglichkeit sich selbst wiederzufinden.
Kritik: Ich hab geheult! Ich bin 29 Jahre alt, ich heule nie im Kino. Nie. Dieser Film erschüttert, verstört und wirft uns alle lang hin auf den Boden der Tatsachen. Da sitzt jeder in sich selbst verklemmt ganz allein auf seinem Kinosessel und kann die Augen nicht von der Leinwand wenden, wo ihm das eigene Leben vorgespielt wird. Das, was die da machen, haben wir alle schon mal gemacht und diese Dialoge haben wir alle schon mal geführt. Das sind keine weisen, geistreichen Gespräche. Trennungsdialoge sind brutal und banal. Und werden es immer bleiben. Das ist doch kein Sexfilm! Das ist Realismus. "So ist das Leben. Aber echt!" stand auf dem Plakat zu Dresens "Sommer vorm Balkon". Hier passt das Zitat auch. Das Erschütternde an "Wolke 9" ist die Erkenntnis, dass sich daran nie etwas ändern wird, egal ob man 15, 30, 50 oder 70 Jahre alt ist. Wenn das nicht zum Heulen ist!
Kritik: Angeblich handelt der Film von "Liebe über 60-Jähriger". Na ja, ich finde, es ist einfach ein Porno, denn man sieht alles - auch das, was man eigentlich nicht sehen wollte!
Kritik: Inge (Ursula Werner) und Werner (Horst Rehfeldt) sind ein Rentner-Ehepaar, Mitte 60, die sich ihr Leben gut eingerichtet haben und an sich eine funktionierende Ehe führen - gelegentlicher Sex inbegriffen. Da verliebt sich Inge urplötzlich in Karl (Horst Westphal), einen vitalen 76jährigen. Ein Film über die Macht der Liebe bis ins hohe Alter, der Möglichkeit von Umwälzungen auch jenseits des Rentenalters und der Unmöglichkeit von Altersmilde und Altersweisheit. Der Film entstand ohne Drehbuch, alle Szenen wurden von den Schauspielern improvisiert. Das verleiht den Figuren Echtheit und dem Film Authentizität. "Wolke 9" zeigt nicht die skurillen Alten à la "Elsa und Fred", sondern ganz normale Menschen. Man kann mit ungeschminkten alten Menschen ansehnliche Sexszenen drehen, die weder zurückhaltend noch entblößend wirken. Das Ende mag dem einen oder anderen überdramatisiert vorkommen, erweist sich bei näherem Nachforschen aber als realistisch. Bewertung: 10 von 10 Seniorinnenchören
Kritik: 10% der Leute in der Sneak-Night verließen innerhalb der ersten 15 Minuten den Saal. Da mein selbstauferlegtes Credo mir allerdings vorschreibt, jedem Film eine Chance zu geben, blib ich bis zum bitteren Ende. Und es hätte grausamer nicht sein können. In aller Ausfühlichkeit hier die Handlung des Films: Seniorin verliebt sich einen anderen. Geht fremd; beichtet dann ihrem Mann, woraufhin dieser stirbt. Das war's. Die grauenhafte Langatmigkeit, mit der die Story hinter den drei Leitszenen hinterhergezerrt wird, ist schier unerträglich. Die drei Leitszenen sind: Senioren-Sex, die Frau in ihrem Senioren-Singkreis, und eine Zugfahrt. Diese Bilder wechseln sich im Kreis ständig ab: Sex, Chor, Zugfahrt, Sex, Chor, Zugfahrt, etc; wobei eine einzelne dieser Szenen gefühlte 15 Minuten zu ertragen ist. Während dieser Szenen gibt es keine oder kaum Dialoge - und wenn, dann hirnlos-stupide, gekünstelte, unrealistische Sätze. Schade eigentlich. Das Thema "Dreiecksbeziehung unter Senioren" wurde bisher kaum angerührt und hätte ein durchaus interessantes werden können. Theodor Fontane hat es seinerzeit doch auch geschafft, eine zunächst langweilig erscheinende Dreiecksbeziehung mit einer leidenschaftlichen Story umzusetzen, die heute noch Schulliteratur ist. Wolke 9 dagegen ist ein simpler Trash-Film der allerletzten Kategorie.
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