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Cocktail für eine Leiche
Durchschnitts-Wertung
3,8
70 Wertungen - 4 Kritiken
25% (1 Kritik)
75% (3 Kritiken)
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4 User-Kritiken

Jimmy v
Jimmy v

User folgen 18 Follower Lies die 505 Kritiken

4,5
Veröffentlicht am 11.06.13
Neben "Psycho" und "Marnie" einer der besten Hitchock-Filme aus meiner Sicht. Dessen deutscher Titel ist übrigens eigentlich gar nicht so schlecht, finde ich. Im Grunde fast perfekt, aufgrund der Schnitttechniken, Dialoge, den Dilemmata usw. usf. James Stewart zeigt hier, dass er auch schlitzohrig und gewieft spielen kann. Nur ein paar kleine Schwächen verhindern bei mir die Höchstwertung: Auch wenn es nach dem Krieg schon sicher gewagt ist das Thema des Mordes so explizit aufzugreifen, hätte mir doch etwas mehr sein können, was die Moral angeht. So hätte sich unser Professor vielleicht doch einer die Schuld verstrickt (= Rope) sehen sollen? Weiterhin erscheint mir das Ende etwas zu aprupt, ja. Doch davon ab ein echter Klassiker, den man unbedingt gesehen haben sollte! Hier wird vorbildlich thematisiert und das mit toller Technik verbunden. Eine der großen Kammerspiel-Filme.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25.07.11
Das ist mal ein spitzen Film. In meinen Augen der beste Hitchcock der jemals gemacht wurde. Da sieht man mal wie einfach es ist, mit ein paar klasse Schauspielern und einem Raum einen ganz tollen Film zu machen. Spannende Geschichte und sehr gute schauspielerische Leistung. Hat mich von der Aufmachung stellenweise an Die 12 Geschworenen erinnert, auch wenn der natürlich eine völlig andere Geschichte erzählt. Mein einziges Minus ist das etwas abrupte Ende. Bis darauf war der Film einfach spitzenklasse! Müsst ihr euch mal anschauen! 8/10
Jason Bourne
Jason Bourne

User folgen 19 Follower Lies die 873 Kritiken

4,5
Veröffentlicht am 31.01.11
Ein wahrhaft beeindruckender Film. ''Cocktail für eine Leiche'' ist ein in einem einzigen Raum inszeniertes Meisterstück, welches gekonnt die kritischen Untertöne bei den Motiven der Mörder mit der eigentlichen Handlung verbindet und dabei mit ebenso präzisen wie sarkastischen Dialogen unterhält. Gekonnt pendelt der Film zwischen unterhaltsamen, belanglos anmutenden Gesprächen, die sich vorwiegend den Charakterisierungen der Figuren widmen und jenen Unterhaltungen, die sich tatsächlich auf eine Anhäufung von Verdachtsmomenten beziehen. Auf diese Weise entsteht ein durchweg latent spannender und im Moment äußerst fesselnder Krimi, der den Zuschauer schließlich auch mit seiner originellen Machart sowie der interessanten Beleuchtung gefällt. Darüberhinaus erweisen sich auch die Hauptdarsteller als erste Sahne. Neben John Dalls absolut glaubwürdiger Performance als bessesen-perversem Studenten, ist es wieder einmal der großartige James Stewart, der mit seiner ausdrucksstarken, charmanten wie facettenreichen Darstellung, der hier die beste Leistung abliefert. ''Ein Cocktail für eine Leiche'' ist ein spannender Hitchcock - und ein origineller. Und wie immer gilt: je weniger man weiß, desto spannender ist der Film. Also spricht nichts dagegen, sich es mit ein paar Freunden gemütlich zu machen und mal die Klassiker von früher reinzuschieben, die vielleicht noch nicht alle gesehen haben. Dieser Film hier ist - obwohl auch nicht perfekt, da er über Strecken die Suspense nur unterschwellig erklingen lässt, da er sich zu sehr auf seine pointierten Spannungsmomente konzentriert - ein wahrer Genuss.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 13.09.07
Vorweg muss ich sagen, dass ich wahrscheinlich alles fanatisch aufgesaugt habe, was Mr. Hitchcock je zu Stande gebracht hat und nebenbei ein ergebener Bewunderer von Jimmy Stewart bin, was bedeutet, dass folgende Zeilen durchaus von jener Bewunderung durchtränkt sein könnten. Ich mache mich also schon mal vorab der Subjektivität schuldig, versuche aber trotzdem so sachlich wie möglich zu bleiben, um denen (wenigen, hoffe ich), die dieses Meisterwerk des Autorenkinos noch nicht kennen und lieben gelernt haben, ein wenig näher zu bringen. Was wir hier haben ist weniger ein Kinofilm, sondern ein Bühnenstück, gedreht auf einer einzigen Tonbühne in 10-Minuten-Takes. Hitchcock’s erster Film als unabhängiger Regisseur/Produzent verließ nach Zitat Hitchcocks das Kino und machte das Theater mobil und fesselt dennoch jeden, der sich mit der Geschichte auseinandersetzt. Diese Geschichte ist so simpel wie authentisch. Die auf einem Fall zweier junger Männer beruhende Geschichte bedarf aber nicht dem heutzutage gebräuchlichen Hinweis "Based on a true story" der ähnlich wie ein schwachsinniger Schlusstwist Klasse schaffen soll. Die Studenten Brandon Shaw (John Dall) und Phillip Morgan (Farley Granger) greifen Nietzsches Theorie vom „Übermenschen“ auf und missinterpretieren die sich auf dieses Thema beziehenden Lehren ihres Professors Rupert Cadell (James Stewart), und sehen sich folglich als intellektuell überlegene Elite und daher auch als Richter über Leben und Tod. Diese Überlegenheit wollen sie auch gleich in einem „Experiment“ demonstrieren, um ihren gelangweilten Geist zu neuen Höhen zu treiben und erwürgen ihren Kommilitonen und Feund David Kentley mit dem titelgebenden Strick und veranstalten darauffolgend eine Party, zu der sowohl Davids Eltern, als auch besagter Professor Rupert Cadell eingeladen sind. Als makaberen Höhepunkt ihres „künstlerischen“ Aktes richten sie das Buffet auf der Truhe an, in der sie seine Leiche die gesamte Party über verstecken werden. Mit jenem Mord an David Kentley und einem letzten Schrei des „Versuchskaninchens“ setzt die Handlung ein und verläuft nun über eine Stunde in Echtzeit mit einer einzigen Kamerafahrt. Man mag zu Anfang meinen, es sei recht einfach, einen solchen Film zu drehen, denn man müsse ja nur eine Einstellung variieren, doch eben das ist das Problem und wurde von Hitchcock meisterhaft bewältigt. In jeder der zehnminütigen Spulen war jede Bewegung aufs Genauste geprobt und musste innerhalb dieser Szenen genau stimmen. Und das ist es was man an „Cocktail für eine Leiche“ lieben muss. Wie in „Die zwölf Geschworenen“ von Sydney Lumet, ist hier alles egal bis auf die Handlung, die Darsteller und den Regieanweisungen. Mobiles Theater eben. Hinischtlich der beiden Mörder, hat sich bereits nach einigen Minuten eine klare Hirarchie für den Zuschauer eröffnet: Brandon ist der Anführer, Phillip der Mitläufer. Brandon ist der Eloquente, Phillip der Schüchterne. Dies schafft natürlich von Anfang an Spannung unter allen Figuren. Brandon verspottet auf der einen Seite seine Gäste durch sein überzeugtes Auftreten, während Mittäter Phillip mit seiner unsicheren Art stets die Gefährdung des „Projekts“ heraufbeschwört. So lässt Brandon immer wieder ohne Reue oder Angst die Aufmerksamkeit auf die Truhe zu, während Phillip natürlich versucht, das gesamte Geschehen von dieser wegzutreiben, da er sich schuldig fühlt. Denn er reagiert „normal“ und verkraftet die Tat nicht, sodass er im Laufe der Zeit immer unruhiger wird und damit die Angriffsfläche für den misstrauischen Professor Cadell bietet. Rupert Cadell und James Stewart waren in diesem Film, dass ursprünglich unter dem Namen „Rope’s End“ als Theaterstück von Patrick Hamilton uraufgeführt wurde, die einheitliche Präsenz, die den Film letztendlich derart von anderen Filmen abhebt. Die Grundidee allein, auch wenn sie schon existierte, wäre schon ein Mordgrund für einen Drehbuchautor, aber einen Darsteller wie Stewart, der Cadell hier in einer gelassenen Ruhe herunterspielt, während er den schon aufmerksamkeitsaufsaugenden John Dall heimlich die Show stiehlt, dass man schon bei seinem ersten Auftreten nach „Columbo-Manier“ das Gefühl hat, dass er seine beiden Studenten schon durchschaut hat und nur noch seinen großen detektivischen Auftritt vorbereitet. Letzendlich ist Rupert Cadell eindeutig der wahre „Übermensch“ und zeigt dies auch eindrucksvoll, !!!ACHTUNG SPOILER!!! als er seine überführten Schützlinge, insbesondere seinen Gegenspieler Brandon in einem Schlussdisput den Begriff Menschlichkeit auf banale aber großartige Weise näherbringt und den Tätern ihre verabscheuungswürdige Denkweise vorhält. !!!SPOILER ENDE!!! Das wunderbare an derartig starken Geschichten ist aber, dass dies in keinster Weise polarisierend oder zweckmäßig wirkt, denn „Rope“ und besonders Hitchcock lässt den Zeigefinger unten und beschert dem Zuschauer echte Dialoge ohne Pseudoweisheiten und unnnötigen Pathos. Der ein oder andere mag daher durchaus mit den Mördern symphatisieren, da sie in der Exposition als klassische „Helden“ (im filmischen Sinne) präsentiert werden und ihre Überführung eine Deklassierung dieser Helden bedeuten würde. Cocktail für eine Leiche ist reines Autorenkino, und lebt von seiner Enge, die das avantgardistische Setting mit sich bringt und überträgt diese wiederum auf ihre tief gezeichneten Figuren, während dennoch klassische Hitchcock-Krimi-Atmosphäre herrscht ohne eine abstrakte, intellektuelle Theaterumgebung zu schaffen. Und da wünscht man sich solche Filme heutzutage wieder, auch wenn man Hitchcock’s Traum von einem Telefonzellensetting in „Nicht Auflegen“ vor einigen Jahren wiederfinden konnte. Aber der Meister hätte es sicher besser gemacht. - Maxim Reichow
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