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4 - Sehr gut
Als ich von "The Chaser" hörte, dass er eine koreanische Produktion war, reizte es mich sehr, ihn zu sehen. Denn ich hatte noch nie zuvor einen solchen Film gesehen und es interessierte mich, wie Menschen anderer Nationen und mit anderen Wertevorstellungen Filme drehen.
Ein korrupter Ex-Polizist, der nun Zuhälter ist, muss feststellen, dass auf einmal nach und nach seine Mädchen wie vom Erdboden verschwunden zu sein scheinen. Als er bemerkt, dass jedes dieser Mädchen zuvor vom selben Mann geordert wurde, kommt er einem kranken Massenmörder auf die Schliche...
"The Chaser" ist äußerst gelungen. Allem voran schön eingefangene Bilder und Stimmungen, andererseits aber auch Spannung, obwohl bereits in den ersten Minuten die Haupthandlung erklärt ist. Die Inszenierung ist nahezu perfekt. Der Wandel des korrupten, nur auf Geld bedachten Ex-Polizistens und nun Zuhälters zum einfühlsamen, liebenden Familienmenschen wird imposant in Szene gesetzt.
Auch der ruhige Mörder, der dem Publikum viel Interpretationsspielraum lässt, ist wunderbar erfrischend gespielt, fern von Overacting oder Überdramatisierung. Ein ganz normaler junger Mann eben, der krank ist.
Beim impulsiven Ende des Films fiebert noch einmal jeder mit, Adrenalin und Spannung garantiert. Viele werden sich über das doch "Happy-End"-untaugliche Ende wundern, genau das hebt aber die Tragik des Films hervor.
"The Chaser" ist absolut vorbehaltlos jedem zu empfehlen, der offen für Neues ist. Die Geschichte wird eindrucksvoll geschildert und ist nicht nach dem typischen Hollywood-Maß geschneidert. Sehr sehenswert!
Hinzugefügt am 03.11.2008 um 12:57 Uhr
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