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Seine 1 Kritik ansehen
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2 - Nicht gut
Zunächst einmal: Ich mag Frankreich und ich bin mir dessen bewusst, dass besonders Paris eine Stadt ist, in der schon manche laue Liebeskomödie gespielt hat. Alles OK. Trotzdem war ich von dem Film enttäuscht, der doch eigentlich eine andere Erwartungshaltung bedienen wollte. Man merkt an den episodenhaften Shortcuts, dass er mehr sein möchte, als nur eine Liebesschnulze. Trotzdem versinkt er in einem einzigen Klischee: Da gibt es den Todkranken, der plötzlich bemerkt, wie lebenswert das Leben doch plötzlich ist und die Menschen bedauert, die diese tiefgreifende Wahrheit nicht erkennen. Da gibt es den alternden Geschichtsprofessor, der sich in eine seine Studentinnen verknallt und für kurze Zeit wieder denkt und fühlt wie ein Teenager. Nicht nur, dass besagte Studentin doch tatsächlich was mit ihrem Prof. anfängt, sie lässt ihn am Ende auch noch fallen wie eine heiße Kartoffel, nur um ihm zu zeigen, dass er schließlich doch nichts weiter als ein vergreisender Akademiker ist. Und so geht das dann weiter. Keine Figur ist tatsächlich interessant.
Die einzige Stelle, an der ich wirklich hellhörig geworden bin, ist als Paris mit Baudelaire in Verbindung gebracht wird. Doch statt wenigstens mal für ein paar Minuten etwas Bedrohung a la Rilke und Malte ins Bild der Stadt zu bringen, tröpfelt der Film einfach nur so dahin. Nett anzuschauen, mehr nicht.
Hinzugefügt am 24.07.2008 um 18:44 Uhr
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