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Home > Kino > Film-Archiv > Komödie > 39,90 (Neununddreißigneunzig)
Kinostart:
31. Juli 2008
Film auf DVD erhältlich seit: 19. März 2009
Film auf Blu-ray erhältlich seit: 10. März 2011
Regie: Jan Kounen
Mit Jean Dujardin, Jocelyn Quivrin, Patrick Mille,
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Originaltitel: 99 francs
FSK ab 16 freigegeben
Produktionsland:
Frankreich
.
Genre:
Komödie
,
Drama
Laufzeit: 100 Minuten.
Produktionsjahr:
2007
Verleiher: Alamode Film
Inhalt: Octave Parango (Jean Dujardin) ist jung, talentiert und einer derjenigen Kreativen seines Fachs, die den meisten Erfolg haben. Der zynische und egoistische Werbetexter hat nur einen Freund: seinen Kollegen Charlie. Der ist ähnlich drauf wie Octave, findet das aber weniger schlimm. Denn Octave fühlt sich nicht mehr wohl in seiner Haut. Er hasst sich und die Welt, die er erschafft. Den einzigen Halt im Leben findet er bei seiner geliebten Sophie (Vahina Giocante). Als diese ihm jedoch ihren positiven Schwangerschaftstest unter die Designerbrille hält, flüchtet Octave. Er verbringt seine Abende mit Tiefkühlpizza und - da in seiner Welt auch die Liebe nur ein käufliches Produkt ist - mit einer Prostituierten namens Tamara (Elisa Tovati). Beruflich läuft es derweil wie geschmiert. Sein wichtigster Kunde, "Madone", plant einen neuen Joghurt-Spot und ist von Octaves in fünf Minuten zusammengekritzelten Ideen begeistert. Als er nach einem Zusammenbruch aus der Entzugklinik entlassen wird, ist Octave nicht mehr derselbe. Er entwickelt einen Plan, den Werbespot zu sabotieren und die verkorkste Welt mit der Wahrheit zu konfrontieren...
FILMSTARTS.de
(4)
Pressespiegel
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User-Wertung(12059 Bewertungen)
(3,3)
39,90 [Blu-ray]
ab 14,97 €
39,90 [auf DVD]
ab 7,50 €
„39,90 (Neununddreißigneunzig)“ - dies war im Jahr 2000 zugleich Titel und Verkaufspreis eines Buches von Frédéric Beigbeder. Natürlich bezahlte man damals noch mit D-Mark. Heute kostet die in weiten Teilen autobiographische Anklage gegen die Werbebranche 9,90 Euro - und heißt auch so. Da es im Kino keine Buchpreisbindung gibt, hätte der Film mit einer „unverbindlichen Preisempfehlung“ des Verleihers versehen werden können, um den Preis einer Kinokarte mit dem Titel des Produktes gleichzusetzen. Das hat Alamode aber nicht getan und so heißt nun auch die Kinoadaption von Regisseur Jan Kounen („Dobermann“, Blueberry und der Fluch der Dämonen) „39,90 (Neununddreißigneunzig)“. Die aberwitzige Satire eröffnet einen ebenso erschreckend realen wie absurd komischen Blick auf den Zynismus der Werbewelt. Gleichzeitig ist der Film aber auch das Psychogramm eines Mannes, der zum Opfer der von ihm selbst geschaffenen Welt wird. Einer verlogenen, irrealen Welt, in der letztlich alles käuflich ist!
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Mitglied seit 839 Tagen | 99 Userkritiken
Kritik: Plakativ, prätentiös, überinszeniert, nicht so tiefgründig wie er sein möchte, nicht besonders frisch in seiner Aussage und mit weniger Nachhall, als man es zunächst vermuten möchte - aber dafür berauschend, amüsant, schonungslos zynisch, schwarzhumorig und oftmals vollends durchgeknallt. Jan Kouen serviert hier einen konsequenten Dauerrausch in grandioser Optik, der mit betont entlarvenden Sprüchen und bizarren Regieeinfällen die inhaltlichen Schwächen gekonnt verdeckt und sich somit schamlos der Mittel bedient, die er eigentlich zu kritisieren versucht. So subversiv, dass er sich selbst in den Hintern beisst - aber, wenn man besonders weit überinterpretiert, dadurch noch viel bösartiger und entlarvender, als er es eigentlich zu sein glaubt. Und abgesehen davon einfach nur ein ganz, ganz großes Vergnügen: Schrill, laut, komisch, schamlos und mit einem grandiosen Ende gewürzt, welches dann doch noch die eigentlich gewollte Botschaft rüberzubringen weiß und den Zuschauer mit einem hämischen Grinsen zurück in die Realität entlässt. Und so unwahr sind einige der Aspekte bestimmt nicht.
Mitglied seit 1.523 Tagen | 30 Userkritiken
Kritik: Manche Szenen dieses Filmes sind hochwertig und einfach klasse gefilmt worden. Vor allem die Kameramänner und der Regisseur müssen hier wirklich gelobt werden. Sie schaffen es immer wieder die Protagonisten herrlich in Szene zu setzen, sei es seitlich per nahem Profilbild, direkt frontal drauf, von oben oder von weiter weg. Mit der Kamera wurde wirklich viel variiert und die kleinen Tricks machen diesen Film ganz gross: So z.B. der Übergang vom schwarz-weissen ins farbige Bild oder die Szene, wo Oktave die Drogenpille schluckt, der Zuschauer sie seine Kehle und seine Essröhre hinuntersausen sieht und schlussendlich betrachten kann, wie sich sich in seinem Magen angekommen schäumend auflöst und zu wirken beginnt. Drogentrips sind nämlich eigentlich ein alter Hut. Die kennt man aus anderen Filmen, allen voran "Fear and loathing in Las Vegas" zur Genüge. Trotzdem haben die Filmemacher es hier geschafft, diese Szenen innovativ und frisch auf die Leinwand zu zaubern. Nebenbei wird noch mit allem möglichen abgerechnet: Obwohl es im Kern nicht darum geht, wird auch der Tierschutz hervorgehoben. Die Tötungsmethode mit dem Bolzenschussgerät bei Kühen und Schweinen wird ebenso verurteilt wie alles andere Fleisch in der "Herstellung und Verarbeitung" auch. Die Werbebranche bekommt ihr Fett weg, die Designermarkenklamotten, hirnrissige Produkte und die "grauen Eminenzen", Schreibtischtäter und gelackmeierten Affen und Fatzken, die mit ihren Anzügen einen auf seriös machen. Die kreativen Künstler stehen in der ganzen Showse noch ganz gut da und kommen exzellent weg. Schließlich aber sind sie es, welche die "todbringenden" Werbespots und idiotischen Einlagen auf Plakaten und im TV liefern. So ein Werbespot scheint eigentlich nicht schwer machbar zu sein. So wie es im Film ausschaut, saugen die Protagonisten sich mal eben die Ideen so einfach aus den Fingern. Sonst sitzen sie rum, töten ihre Haustiere oder nehmen den ganzen Tag nur Drogen und kassieren eine riesige Menge an Zaster ab. Etwas unrealistisch ist das schon. Irgendwo werden im Film auch alle gängigen gesellschaftkritischen Klischees durchgespielt und exzerziert (so z.B. auch die Szene, wo sie ihm offenbart, das sie schwanger ist und wie er dann darauf reagiert... oder die Sexszenen). Das nervt den erfahrenen Cineasten und er denkt sich: "Öh, alles schon mal gesehen", aber dennoch ist dieser Film gut inszeniert und ausgestattet, während auch die schauspielerische Leistung überzeugen kann. Auch die immer wiederkehrende Szene mit dem Hochhaussprung in den Suizid fetzt und haut rein, erinnert aber stark an die ähnliche Einstellung aus dem Film "La Haine". Geklaut wurde also allemal, die Idee am Ende mit den zwei Enden kann allerdings nochmal richtig punkten, sonst hätte der Film nur 6/10 verdient gehabt. Aber das macht ihn nochmal sozusagen als großes Finale etwas schmackhafter. Also wie gesagt: Der erfahrene Cineast und Gesellschaftswissenschaftler kennt die meiste Materie aus dem Film schon, kommt aber trotzdem durch die innovative Visualität auf seine Kosten. Jeder andere wird den Film wahrscheinlich toll und revolutionär finden, was er aber bei näherer Betrachtung nicht ist. Auch die Psychologie der Charaktere ist weder neu, noch besonders tiefgründig. Vielmehr sind die Figuren eher sogar extrem oberflächlich und hedonistisch, wenn ihnen mal gerade nicht langweilig zu sein scheint. Es gibt Nebenfiguren, die enorm aktiver sind und wirken als die Hauptprotagonisten, die immer chillig und besonders leger vor sich hin leben und sich ihrer selbst sicher sind. Narzisstisch, egoistisch und schwarzhumorig - so wie Künstler sind - womit wir wieder bei den Klischees angelangt wären. Die so genannten Künstler sind hier Koksnasen mit sexuellen Obsessionen und Perversionen (zumindest Oktave), der dabei aber bei den "Ladys" trotzdem landet und anscheinend ein guter Liebhaber ist. Trotzdem: Neu ist das alles irgendwie nicht, aber immerhin sehr unterhaltsam schon. Das Buch ist aber wahrscheinlich (wie so oft) sicherlich besser ...
Rolle: Octave
Rolle: Charlie
Rolle: Jeff
Rolle: Sophie
Alle Bilder zu 39,90 (Neununddreißigneunzig) anzeigen
Hinzugefügt von Filmstarts am 11. März 2010
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