Jimmy V.
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4 - Sehr gut
Was wenn Kinder durchdrehen und absolut gewalttätig werden? Eden Lake zeigt schockierend, gleichwohl eindrucksvoll, wie die Konsequenzen davon aussehen. Sehr gut gespielt, im tollen Setting und voller kompromissloser Härte. Deswegen wird man, wie es einige schon schrieben, sich mehr mit dem Film noch beschäftigen, sobald man ihn ausgemacht hat, und dabei vielleicht sogar noch Wut verspüren. Gerade das Ende haut ordentlich in die Magenkuhle, lässt aber doch noch etwas Hoffnungsschimmer zu: Man kann davon ausgehen, dass das Paar und der verbrannte Junge ihre Gerechtigkeit erhalten. Denn die Handyaufnahmen sind zwar weg, doch der Junge wird auch vermisst, im Hotel wird man nachfragen usw. usf. Die Trash-Gesellschaft wirkte nicht so intelligent, als könnten sie das alles vertuschen. Ein kleiner Trost also.
Auf dem Weg zum Finale zum Finale stellt sich Eden Lake nicht perfekt an. Das liegt erstens an dem denkbar konventionellem Verlauf der Handlung sowie zweitens der mager gezeichneten Feindesgruppe. Selbst wenn gerade um ihren Anführer einiges angedeutet wurde, so fehlt hier doch einiges. Das Hin und Her ist dann irgendwie zu 08/15. Und dann spielen mir doch arg zuviele Zufälle eine Rolle, wenn
da die Olle genau vor's Auto läuft, unsere Protagonistin in das Auto des Bruders einsteigt oder aber zum Schluss auf der Party der Eltern landet - selbst wenn letzteres den Kreis gut schließt.
Ich hätte es ja interessant gefunden, wenn der Film so ein bisschen wie "Red State" wirkt und sich ein Auf-den-Kopf-stellen der Genrekonvention traut:
Einer der Beiden Gequälten entkommt, findet die Polizei, geht mit der zurück und dreht den Spieß dann um - und jagt die Jugendlichen! Dann muss auch sie festgenommen werden.
Fazit: Trotz aller Mängel dennoch ein kleines, hartes Juwel unter Filmen, den man sich zum Thema Jugendgewalt einmal ansehen sollte, selbst wenn es weh tut.
Hinzugefügt am 23.02.2012 um 10:54 Uhr
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