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Am Anfang war es noch undenkbar doch als sich seine Kino-Karriere dem Ende zuneigte holte sich Steven Seagal immer öfter Sidekicks ins Boot oder verschwand direkt in die zweite Reihe („Einsame Entscheidung“). „Glimmer Man“ ist einer dieser Versuche durch einen Sidekick ein größeres Publikum zu erreichen. Die Story rund um einen rituellen Serienkiller, aus der sich langsam aber sicher eine groß angelegte Verschwörung herauskristallisiert, ist so uninspiriert wie langweilig. Da werden verschiedene Versatzstücke aus Thrillern wie „Sieben“ und Buddy-Movies der Marke „Rush Hour“ miteinander gekreuzigt, ohne dass dabei eine homogene Mischung erzielt wird. Der komödiantische Anteil des Films ist einfach nur schlecht. Wirklich unterhaltsam wird es nur, wenn Steven Seagal seine Kampfkünste zeigen und für Knochenbrüche sorgen darf. Für einen Film mit FSK-Freigabe ab 16 Jahren zeigt sich „Glimmer Man“ hier sogar von einer sehr brutalen Seite. Die Handlung plätschert derweil so vor sich hin, ohne beim Zuschauer auch nur das geringste Interesse zu erzeugen. Die Inszenierung des Films ist dabei auch nicht gerade eine Hilfe. Die Schnitte sind oft viel zu hektisch und die Versuche Stuntdouble zu kaschieren sind meistens grauenhaft (der Endkampf). Allerdings gibt es doch die ein oder andere gelungene Action-Szene, wie z.B. die Schlägerei im Parkhaus. Schauspielerisch sollte man nicht zu viel erwarten. Seagal spielt den wortkargen Helden so wie immer und Keenen Ivory Wayans mimt den gesprächigen Sidekick recht solide. Die Bösewichter bleiben extrem Blass und können deshalb kaum überzeugen. Alles in allem ist „Glimmer Man“ eine nur selten unterhaltsame Kreuzung aus Thriller, Buddy-Movie und dem üblichen Seagal-Gekloppe. Definitiv nur etwas für absolute Hardcore-Fans des Prügelknaben.
Hinzugefügt am 25.06.2009 um 18:13 Uhr Verstoß melden
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