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    Das wird teuer: Netflix killt von Fans heißerwartete Serie – mitten in der Produktion!
    Christoph Petersen
    Christoph Petersen
    -Chefredakteur
    Hat im letzten Jahr mehr als 900 Filme gesehen - und jede Minute davon genossen, selbst wenn der Film gerade nicht so gut war.

    Früher haben Streamer das Geld aus dem Fenster geworfen, um möglichst schnell an Content zu kommen. Inzwischen wird aber immer mehr Geld aufgewendet, um (teilweise) fertiggestellte Filme und Serien noch vor ihrer Premiere in die Tonne zu kloppen…

    Netflix

    Die schöne neue Streaming-Welt hat in den vergangenen Monaten einige Dellen bekommen. Erst ging der Aktienkurs von Netflix zwischenzeitig in einen Sturzflug über, dann erklärte Warner Bros., dass man den für den hauseigenen Streaming-Service produzierten und so gut wie fertigen DC-Blockbuster „Batgirl“ lieber vernichten statt veröffentlichen wolle (denn nur so lassen sich die gut 90 Millionen Dollar Produktionskosten vollständig von der Steuer abschreiben).

    In der Anfangszeit wurden keine Gefangenen gemacht, wenn es darum ging, nur möglichst schnell an möglichst viel Content zu kommen – und nun schlägt das Pendel eben immer öfter in die andere Richtung aus und es werden selbst Projekte abgesägt, die nicht nur bereits grünes Licht erhalten haben, sondern sogar schon zum großen Teil fertiggestellt sind. So hat Netflix im vergangenen Monat die auf acht Episoden angelegte Comic-Superhelden-Serie „Grendel“ auf Eis gelegt – obwohl die Dreharbeiten bereits abgeschlossen waren!

    Selbst Legenden wird der Stecker gezogen!

    Nun hat es nach „Grendel“ direkt die nächste Serie erwischt, obwohl die erste Staffel bereits mitten in der Produktion stecke: Nachdem Netflix im Januar zehn Folgen von „Bad Crimes“ bestellt hat, wurde das ganze Projekt laut Informationen des Branchenmagazins Variety komplett gecancelt. Entwickelt von Nicole Silverberg, handelt die Animations-Comedy von zwei FBI-Agentinnen, die bei besonders grausamen Verbrechen zum Einsatz kommen und nebenher mit so vielen Männern wie möglich in die Kiste springen. Es ist also davon auszugehen, dass sich die Serie eher nicht an ein junges Publikum gerichtet hätte ;-)

    Besonders überraschend ist die Entscheidung aber, da es sich Netflix hier womöglich auch mit zwei der großen Namen des Animations-Fachs verscherzt: Als ausführende Produzenten haben schließlich Greg Daniels (Produzent von „The Office“, „King Of The Hill“) sowie der von seinen Fans vergötterte „Beavis und Butt-Head“-Schöpfer Mike Judge die Serie (mit)verantwortet.

    Nach zwei auf diese Weise noch vor ihrer Veröffentlichung beerdigten Serien in nur zwei Monaten ist leider davon auszugehen, dass sowas in der nahen Zukunft eher noch häufiger als seltener vorkommen wird…

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