In den USA sorgt
Sicko, der neue Film von
Michael Moore, gerade für Aufsehen, allerdings auf andere Weise als vom Regisseur erhofft. Eine illegale Kopie ist in Internetdownloadportalen und auch bei YouTube aufgetaucht und verfügt über eine hervorragende Qualität. Und das ganze zwei Wochen bevor der Film überhaupt in den Kinos anläuft. Die produzierende Weinstein Company hat nun mehrere teure Spezialisten beauftragt, die herausfinden sollen, woher die Kopie genau stammt und wer die für den ersten Upload verantwortliche Person ist. Denn die stammt offensichtlich aus dem eigenen Haus.
Michael Moore müsste es eigentlich recht sein. Erst kürzlich hat er sich gegen die geltenden Copyright-Bestimmungen ausgesprochen und gemeint, dass es sogar von
"großem Nutzen" wäre, wenn sein Film so mehr Leute erreichen könne. Nun hat er allerdings auch eine andere Meinung:
"Jeder Filmemacher will, dass sein Film auf der großen Leinwand gesehen wird. Dies war nicht irgendein Schüler, der mit der Videokamera die Leinwand abgefilmt hat. Das hier war ein Inside-Job, eine Kopie gemacht von einem hochqualitativen Master und wird möglicher verheerende Auswirkungen auf das Einspielergebnis haben. Was glauben sie, wer hat daraus einen Nutzen?", war Moores verärgerte Antwort auf die Frage eines Reporter zu den aktuellen Vorgängen.