Buenos Aires (dpa) - Mit starker deutscher Beteiligung ist in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires am Dienstag das 10. Internationale Festival des unabhängigen Films (BAFICI) eröffnet worden.
Die Kinogänger erwarten in den zwölf Festivaltagen bis zum 20. April 900 Vorführungen von insgesamt 427 Filmen. Es handelt sich überwiegend um eigenwillig-interessante Filme aus aller Welt, die außerhalb solcher Festivals kaum in großen Kinos zu sehen sind. Sowohl die Filmemacher wie das Publikum sind vorwiegend junge Leute. Neben dem Festival im Seebad Mar del Plata südöstlich von Buenos Aires, dem einzigen A-Festival Lateinamerikas, hat sich das BAFICI zu einer der wichtigsten Filmschauen Lateinamerikas entwickelt.
Beim diesjährigen Festival sind erneut zahlreiche deutsche Filme sowie deutsch-internationale Koproduktionen zu sehen. Unter anderem ist dem Regisseur
Romuald Karmakar eine ausführliche Retrospektive gewidmet. 21 Werke des renommierten Filmemachers werden präsentiert, darunter „
Hamburger Lektionen“, „Manila“ und „Der Totmacher“. Im Wettbewerb Kino der Zukunft läuft die deutsch-israelische Koproduktion „Japan Japan“ von Lior Shamriz. Die Sektion „Lebenswege“ zeigt „
Auf der anderen Seite“ von
Fatih Akin, außerdem von Rosa von Praunheim „Tote Schwule - Lebende Lesben“ und „
Meine Mütter“. Als Dokumentarfilme werden „
Holunderblute“ von Volker Köpp und „
Staub“ von
Hartmut Bitomsky (Deutschland/Schweiz) präsentiert.