Berlin (dpa) - Eine Rennbahn am roten Teppich: Vor zwei Sportwagen und einer Steilkurve als Kulisse schritten die Hollywoodstars
John Goodman und
Susan Sarandon am Montagabend zu der Europapremiere des Rennfahrerfilms „
Speed Racer“.
Auch der Hauptdarsteller
Emile Hirsch („
Into The Wild“) und seine Leinwandfreundin
Christina Ricci gingen durch das Blitzlichtgewitter am Potsdamer Platz. Die 130 Millionen Euro teure Produktion war im vergangenen Sommer auf dem Gelände der Filmstudios Babelsberg in Potsdam gedreht worden. Die deutschen Schauspieler
Ralph Herforth und
Cosma Shiva Hagen, die Nebenrollen spielen, schritten ebenfalls über den Premierenteppich.
Der Film spielt in einer futuristischen Welt, in der Autorennen auf Leben und Tod gefahren werden. Ein junger Fahrer namens Speed Racer (Hirsch) kämpft um den Erhalt des Familien-Rennstalls „Racer“. Die Geschichte basiert auf einer japanischen Anime-Serie von 1967.
Auf dem Weg über den roten Teppich wurden die Stars vor allem zu ihren Fahrkünsten befragt. Hauptdarsteller Hirsch nannte sich im wahren Leben einen „ziemlich gemütlichen Fahrer“. Oscarpreisträgerin Sarandon („
Dead Man Walking“) hingegen gestand einen temporeichen Fahrstil. „Ich fahre schnell, aber natürlich nicht unverantwortlich schnell“, sagte sie dem Videodienst der dpa. Ein großes Interesse für Autos habe sie aber nicht. „Ich kann gerade mal sagen, ob das ein Sportwagen ist.“
Die Faszination Motorwelt lässt auch John Goodman weitgehend unberührt. „In jungen Jahren konnte ich mir kein Auto leisten, und später habe ich nicht so sehr drüber nachgedacht“, sagte er. Auf die Frage, wie er sich auf seine Rolle als Familienvater Pops Racer vorbereitet habe, antwortete der 55-Jährige: „Ich sehe viel fern - so bereite ich mich auf fast alles vor.“ Dann erwies er sich vor den Hauptstadtjournalisten als guter Gast. „Ich liebe Berlin“, sagte er. „Ich will hier alle meine Filme drehen.“
Erfolgsproduzent
Joel Silver („
V wie Vendetta“) sprach anerkennend von den Produktionsbedingungen in Babelsberg und nannte sie „wirtschaftlich sehr reizvoll“. „Speed Racer“ (Kinostart 8. Mai) war vom Deutschen Filmförderfonds mit neun Millionen Euro unterstützt worden.