Schwerin (dpa) - Der als „King Arthur“ bekannte Boxer
Arthur Abraham und sein Trainer
Ulli Wegner sind Filmhelden geworden. Am Mittwoch hatte der Dokumentarstreifen „
Es geht um alles“ von
Nina Pourlak (Regie) und Sebastian Lempe (Kamera) seine Uraufführung beim 18. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin.
Am 15. Mai kommt der Film bundesweit in die Kinos. Vor der Uraufführung sagte Abraham, derzeit sei Boxen das wichtigste, aber nach der Karriere könnte er sich auch für das Schauspielen interessieren. „Wenn ein Angebot kommt, warum nicht?“, sagte der gebürtige Armenier, der 1995 als 15-Jähriger mit Eltern und Bruder nach Deutschland kam.
Nach Hollywood geht es Wegner zufolge bereits am 21. Juni - allerdings nach Hollywood in Florida. Dort werde Abraham einen Kampf gegen Edison Miranda bestreiten, der ihm 2006 bei einem Wettkampf den Unterkiefer zertrümmerte. Abraham errang nach dem Sieg mit gebrochenem Kiefer als „King Arthur“ Berühmtheit. Seinem Trainer aus dem vorpommerschen Penkun, Jahrgang 1942, brachte der nicht abgebrochene Kampf Strafanzeigen ein. Der Dokumentarfilm habe die wichtigste Phase in Abrahams sportlichem Leben eingefangen. Nina Pourlak sagte, sie habe interessiert, ob die Beziehung zwischen Trainer und Sportler tatsächlich so gut sei, wie sie im Fernsehen schien.
Schwerin war über die politische Wende hinweg eine Box-Hochburg und ist heute ein erfolgreiches Nachwuchszentrum für den deutschen Boxsport. Parallel zur Uraufführung veranstaltete das Schweriner Festival eine Boxfilmnacht mit Showkämpfen und Talks. Auf dem Programm des bis zu diesem Sonntag laufenden Festivals, das am Dienstag begonnen hatte, stehen zudem die Filme „
Die Boxerin“ (2005) von
Catharina Deus und der Boxfilm-Klassiker „
Wie ein wilder Stier“ (1980) von
Martin Scorsese mit
Robert de Niro.