Hamburg (dpa) - Der Superheld „
Iron Man“ hat auch die Herzen der deutschen Kino-Fans auf Anhieb erobert. Die Comic-Verfilmung aus dem Hause Marvel startete als Neueinsteiger auf Platz eins der Kinocharts durch.
Die „Iron Man“-Action verdrängte die romantische Komödie „
Sommer“ mit Teenie-Schwarm
Jimi Blue Ochsenknecht auf Platz zwei. Die Las- Vegas-Glücksspieler aus „
21“ stiegen auf Platz drei ab, gefolgt von „
Ein Schatz zum Verlieben“ mit
Kate Hudson und „
Die Welle“ mit
Jürgen Vogel. Die Kino-Besucherzahlen wurden vom 1. bis 4. Mai in 339 Sälen der Cinemaxx-Gruppe mit insgesamt rund 89 000 Plätzen ermittelt.
In den USA hatte der Film mit
Gwyneth Paltrow,
Jeff Bridges und
Robert Downey Jr. als fliegender Eisenmann am Wochenende mit 100,7 Millionen Dollar (65 Millionen Euro) Einnahmen den besten Filmstart des Jahres hingelegt. Es war mit Abstand der beste US-Filmstart dieses Jahres und der zweitbeste Start eines Einzelfilms überhaupt. Nur „
Spider-Man“ konnte 2002 mit 114,8 Millionen Dollar ein noch besseres Auftakt-Ergebnis vorweisen. „
Spider-Man 3“ bekam im vergangenen Jahr allerdings nochmals mehr Zulauf und hält mit 151 Millionen Dollar nach wie vor den Rekord für einen Fortsetzungsfilm.
„Iron Man“ ist der erste Film, den der US-Comicverlag Marvel selbst produziert hat. Bisher wurden die Superhelden aus dem Kultverlag von anderen Studios auf die Leinwand gebracht. Bei der Kritik kam der mit einem Budget von 140 Millionen Dollar aufwendig produzierte Streifen nicht zuletzt wegen seines augenzwinkernden Humors durchgehend gut an. An der Seite von Gwyneth Paltrow und Jeff Bridges spielt Robert Downey Jr. einen schwerreichen Industriellen, der sich durch einen selbst erfundenen Metallanzug in einen Superhelden verwandelt.
Mit seinem Sensationsergebnis stellte „Iron Man“ alle anderen Filme des Wochenendes weit in den Schatten. Die romantische Komödie „
Verliebt in die Braut“, ebenfalls neu angelaufen, kam Studioschätzungen vom Montag zufolge mit vergleichsweise mageren 15,5 Millionen Dollar auf Platz zwei. Der Spitzenreiter des Vorwochenendes, die Filmkomödie „
Baby Mama“ über die Probleme mit einer Leih-Schwangerschaft, rutschte mit 10,3 Millionen Dollar auf den dritten Rang ab. Den vierten Platz konnte die Komödie „
Nie wieder Sex mit der Ex“ verteidigen. Der Film spielte in der dritten Woche noch 6,1 Millionen Dollar ein und lag knapp vor der Satire „
Harold & Kumar: Escape from Guantanamo Bay“ (6 Millionen Dollar), in der die Terrorängste der Amerikaner auf die Schippe genommen werden.