Monatelang hat
Uwe Boll die Marketingtrommel für den US-Start seiner Satire "
Postal" geschlagen und alles hatte er sich perfekt ausgerechnet. Da kein größerer Film in Konkurrenz zu "
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" platziert wurde, da alle Studios davon ausgingen gegen den Mega-Blockbuster keine Chance zu haben, wollte er das einzige Alternativprogramm bieten und "Postal" auf 1500 Leinwänden zu seinem bisher größten Kinoerfolg führen. Daraus wird jetzt nichts, denn Bolls US-Partner zog den Schwanz ein.
Kurzfristig entschied man sich den Start radikal zu kappen. Statt einem Großstart mit 1500 Leinwänden will man "Postal" jetzt nur ganz klein rausbringen und nur bei einem Erfolg nach und nach die Zahl der Leinwände erhöhen. Einige Quellen berichten, "Postal" bekomme nur vier Leinwände, andere sagen, dass er in New York, Los Angeles, Chicago, Denver und Tucson, also immerhin in fünf Städten, gezeigt werde.
Boll zeigte sich in einer ersten Stellungnahme schwer enttäuscht. Er bemängelte das Kinos "Postal" boykottieren, weil er politisch sei. Die Multiplexkinos hätten Angst vor seinem kontroversen Film.
"Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" und "Postal" starten in den USA am 23. Mai. An diesem Wochenende starten im Übrigen nur noch das Drama "
The Children of Huang Shi" sowie die Satire "
War, Inc.", die beide allerdings auch nur einen limitierten Release mit wenigen Kopien bekommen.
In Deutschland startet das vierte Indiana-Jones-Abenteuer bereits einen Tag früher, am 22. Mai. "Postal" lief hierzulande schon im Oktober, erreichte aber keine 20.000 Zuschauer.