Cannes (dpa) - Hollywood-Veteran
Clint Eastwood (77) erinnert sich ohne jedes Bedauern an seine Zeiten als knallharter Action-Held „
Dirty Harry“ vor 38 Jahren.
„Das war doch ein großartiger Film“, sagte er beim Filmfestival in Cannes, wo er am Dienstag das Drama „
The Exchange“ (Der Austausch) im Wettbewerb um die Goldene Palme vorstellte. „Mit einer 38er Magnum-Pistole an der Seite fühlt man sich einfach glücklich.“
Der neue Film des Oscar-Preisträgers, für den Eastwood auch die leicht jazzige Musik komponiert hat, hat inhaltlich durchaus Bezüge zu den alten „Dirty Harry“-Streifen: Er zeigt den „Kampf gegen eine korrupte Polizeibürokratie und richtet den Blick auf die Opfer“, sagte Eastwood vor der Presse.
„The Exchange“ setzt ganz auf
Angelina Jolie in der Hauptrolle. Sie spielt eine allein erziehende Mutter 1928 in Los Angeles, deren Sohn verschwindet. Fünf Monate später präsentiert ihr die korrupte Polizei den wiedergefundenen Sohn als großen Fahndungserfolg. Die Mutter erkennt sofort, dass das Kind nicht ihres ist. Doch anstatt einen Fehler zuzugeben und weiter nach dem Sohn zu suchen, denunziert die Polizei die tapfere Frau und steckt sie wegen ihrer unbeirrten Fragen in die Psychiatrie - bis herauskommt, dass ein Serienkiller insgesamt rund 20 Jungen entführt und grausam getötet hat.
Für die mit Zwillingen schwangere Angelina Jolie, die nach ihrem Auftritt als Sprecherin in dem Animationsfilm „
Kung Fu Panda“ am Dienstag zum zweiten Mal den Festivalrummel strahlend über sich ergehen ließ, hat die Rolle natürlich auch etwas mit ihren eigenen „Mutterinstinkten“ zu tun. „Ich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen als ein Kind zu verlieren, vor allem, wenn man nicht weiß, was dem Kind passiert ist“, sagte sie in Cannes.
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