Cannes (dpa) - Popdiva
Madonna will noch mehr Gutes tun. Beim Filmfestival in Cannes, wo sie einen Dokumentarfilm über Aids-Waisen in Malawi präsentierte, kündigte die 49 Jahre alte Entertainerin an, dass sie sich mehr für Kinder in den ärmsten Ländern der Welt einsetzen wolle.
Sie sei bereit, dafür auch ihren eigenen Lebensstil zu ändern. „Ich bin nach Malawi gegangen und habe gedacht, ich kann ein paar Leben retten“, sagte sie am Donnerstag in Cannes. „Aber dann hab ich gemerkt, dass man auch sein eigenes Leben ändern muss, um etwas zu verändern.“
Der von Madonna produzierte Dokumentarfilm „I Am Because We Are“ (Ich bin, weil wir sind) behandelt das Schicksal von einer Million Kindern in Malawi, die durch Aids zu Waisen wurden. Auch ihr eigenes Pflegekind David kommt in dem Film vor. Madonna hatte den Jungen 2006 in ihre Londoner Familie geholt. Ihr Verhalten war auf sehr kontroverse Reaktionen gestoßen, weil Davids Vater, wie sich herausstellte, noch lebt. Madonna wartet noch immer auf die amtliche Bestätigung der umstrittenen Adoption. „Das war ein schwierige Zeit“, sagte sie, „sehr schmerzhaft und ein großer Kampf“.
Madonna lief in Cannes Arm in Arm mit
Sharon Stone über den Roten Teppich. Die beiden wohltätigen Damen wollten am Donnerstagabend auch gemeinsam durch eine glamouröse Aids-Hilfe-Gala führen. Bis zu 150 000 Dollar lassen sich prominente und reiche Gäste einen Tisch für zehn Personen in Mougins nahe Cannes kosten. Neben Juwelen, Trainingsstunden bei Tennisstars oder luxuriösen Urlauben wollte Sharon Stone dabei unter anderem ihren eigenen roten Porsche 911 Targa (Baujahr 1976) versteigern.
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