Cannes (dpa) - Campino, Frontmann der Punk-Band Die Toten Hosen, kann es nach seinen Erfahrungen als Schauspieler im Theater und im Kino kaum erwarten, wieder „mit den Jungs auf Tour zu gehen“.
„Ich bin kein Einzelsportler, sondern brauche die Mannschaft“, sagte der 46-Jährige aus Düsseldorf beim Filmfestival in Cannes. Ganz „entsetzlich“ findet er, sich als Hauptdarsteller in dem neuen Film von
Wim Wenders („
Palermo Shooting“) auf der Leinwand zu sehen. „Mir tut das nicht gut. Ich bin da permanent auf Fehlersuche.“
Die Erfahrungen der von ihm gespielten Figur Finn, der in einem hektischen und oberflächlichen Erfolgsleben in eine persönliche Krise gerät, kann Campino gut nachvollziehen. „Bei mir hat sich alles geändert mit der Geburt meines Sohnes Lenni vor vier Jahren“, erzählte er. „Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Kind mit einem Kater oder anderen Drogen im Kopf zu betreuen. Man kann sich nicht mehr so gehen lassen.“ Und außerdem gelte für alle Exzesse: „Irgendwann kommt auch der Dümmste dahinter, dass das 1000. Besäufnis auch nicht anders ist als das 500.“
Passend zum Thema:
Wim Wenders über sein Heimspiel in Cannes und "Palermo Shooting" im Interview
Zum Cannes-Special von FILMSTARTS.de