Der deutsche Regisseur
Uwe Boll hat klammheimlich einen neuen Film gemacht. Während er mit der aggressiven Promotion für seine Satire "
Postal" für Aufregung sorgte (und dabei Regiekollege
Michael Bay vergeblich zu einem Boxkampf aufforderte), hat er den Folter-Mord von Siegburg als Improvisations-Drama mit amerikanischen Darstellern verfilmt.
Bolls "
Stoic" betiteltes Werk stellt die Ereignisse in der Justizvollzugsanstalt von Siegburg in der Nacht vom 11. auf den 12. November 2006 nach. Damals folterten und vergewaltigten drei 17- bis 20-jährige Häftlinge einen Mitinsassen. Anschließend zwangen sie ihn sich zu Tode zu strangulieren. Der Vorfall sorgte für einen Skandal, weil er, obwohl mehrere Stunden dauernd, von den Wärtern unbemerkt blieb.
Die Hauptrollen spielen
Edward Furlong,
Shaun Sipos und
Sam Levinson. Boll ließ seine Schauspieler die Dialoge komplett improvisieren, um die Situation so realistischer zu gestalten. Der Film soll schon im November auf dem Markt verfügbar sein.