Hamburg/New York (dpa) - Spitzenplatz für einen reifen Abenteurer: Steven Spielbergs Film „
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ hat auf Anhieb die deutschen Kinocharts erobert. In Amerika legte der Streifen einen Spitzenstart hin.
Die langerwartete Fortsetzung, erneut mit
Harrison Ford (65) in der Rolle des rauflustigen Archäologen, brachte am Wochenende 101 Millionen Dollar (64 Millionen Euro) in die US-Kinokassen - der bisher beste Start des Jahres. In Deutschland verdrängte das Leinwandabenteuer die US-Filmkomödie „
Love Vegas“ mit
Cameron Diaz und
Ashton Kutcher in der Rolle eines streitenden und am Ende doch glücklichen Paares auf Rang zwei.
Da am Montag Feiertag (Memorial Day) in den USA war, könnten die Einnahmen Studioschätzungen zufolge für die ersten fünf Tage auf insgesamt rund 150 Millionen Dollar klettern. Der von der Kritik verhalten freundlich aufgenommene Film hätte damit allein in Amerika bereits den Löwenanteil der Produktionskosten von 185 Millionen Dollar wieder eingespielt. Neben Harrison Ford stehen
Cate Blanchett und Spielbergs Neuentdeckung
Shia LaBeouf vor der Kamera. Für das Buch zeichnete erneut
George Lucas verantwortlich. Der Film schließt fast nahtlos an seine drei Vorgänger aus den 80er Jahren an.
Der US-Spitzenreiter des Vorwochenendes, „
Prinz Kaspian von Narnia“, wurde mit einem Einspielergebnis von nur noch 23 Millionen Dollar klar auf den zweiten Platz verwiesen - ein Minus von fast 60 Prozent im Vergleich zum Vorwochenende. Superheld „
Iron Man“ spielte dagegen in seiner vierten Woche immerhin noch 20,1 Millionen Dollar ein. Die Comic-Verfilmung aus dem Hause Marvel mit
Gwyneth Paltrow,
Jeff Bridges und
Robert Downey Jr. als fliegendem Eisenmann hat es damit insgesamt bereits auf mehr als 250 Millionen Dollar gebracht.
Auf Rang vier platzierte sich mit 9 Millionen Dollar die Liebeskomödie „Love Vegas“. Enttäuschend blieb mit 4 Millionen Dollar das Action-Spektakel „
Speed Racer“ von den „
Matrix“-Machern Andy und Larry Wachowski. Der aufwendig inszenierte Rennfahrerstreifen, der 120 Millionen Dollar gekostet hat, konnte bisher in den USA erst 36,2 Millionen Dollar in die Kinokassen holen.
In der Gunst der deutschen Kinobesucher landete der Filmspaß „
Verliebt in die Braut“, der den Kampf zweier Männer (
Patrick Dempsey /
Kevin McKidd) um eine Frau (
Michelle Monaghan) thematisiert, auf der dritten Position (Vorwoche: 2. Platz). „
Iron Man“ konnte sich noch Platz vier sichern (Vorwoche: drei). Die deutsche Teenie-Romanze „
Sommer“ mit
Jimi Blue Ochsenknecht liegt an fünfter Stelle (vorher: Platz vier).
Die deutschen Kino-Besucherzahlen wurden vom 22. bis 25. Mai in 339 Sälen der Cinemaxx-Gruppe mit insgesamt rund 89 000 Plätzen ermittelt.