Los Angeles (dpa) - In einem der ungewöhnlichsten Gefängnisse Südamerikas spielt „
Powder“, das neue Filmprojekt des brasilianischen Regisseurs
José Padilha („Elite Squad“).
Denn in San Pedro, der Strafanstalt von La Paz (Bolivien), gibt es keine Wärter oder Gitterstäbe. Stattdessen organisieren sich die Gefangenen selbst mit Hilfe eines „demokratisches“ Systems: Wer genug Geld hat, kann behaglich leben und weiter seinen Kokain-Geschäften nachgehen.
Das Drehbuch aus der Feder Padilhas basiert auf den Memoiren des Briten Thomas McFadden „Marching Powder: A True Story of Friendship, Cocaine and South America's Strangest Jail“, berichtet das Filmfachblatt „Variety“. Der frühere Drogendealer hatte fünf Jahre lang selbst in San Pedro gesessen und als eine Art Reiseführer für neugierige Besucher gearbeitet.
Die Hauptrolle McFaddens übernimmt
Don Cheadle („
Ocean's Thirteen“), der den Film auch produzieren wird, berichtet „Variety“. Regisseur Padilha hatte bei der Berlinale einen Goldenen Bären für seinen politischen Thriller „Elite Squad“ bekommen.