Berlin (dpa) - Die Zahl der Programmkinosäle in Deutschland ist im Jahr 2007 mit 588 Kinosälen um 12 Leinwände im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Berlin verfügt über die größte Programmkinodichte in Deutschland, gefolgt von Hamburg und in einigem Abstand Bayern und Sachsen.
Die geringste Programmkinodichte fand sich einer jüngsten Studie zufolge in Thüringen, teilte die Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin mit. Die Kinodichte errechnet sich nach der Zahl der Einwohner im Verhältnis zur Anzahl der Programmkinosäle, wobei Stadtstaaten dabei traditionell gut abschneiden.
Gut ein Drittel der Kinosäle mit einem Programmkinoangebot befanden sich 2007 in Städten mit über 500 000 Einwohnern, die wiederum sogar die Hälfte (51 Prozent) der gesamten Besucherzahl der Programmkinos in Deutschland stellen. Die sogenannten Arthouse-Filme, also künstlerisch besonders ambitionierte Filme, sind besonders bei den „best agern“, also den über 50-Jährigen, beliebt. Sie machen gut ein Drittel (36,7 Prozent) der Besucher dieser Filme aus. Auch gehen Frauen (53,7 Prozent) häufiger als Männer (46,3 Prozent) in Arthouse-Filme. Auf der Hitliste der Arthouse-Filmbesucher 2007 standen die Streifen „
Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“, „
Zusammen ist man weniger allein“, „
Mein Führer“, „
Babel“ und „
Das Leben der Anderen“ ganz oben.