Steven Spielberg und
Peter Jackson planen schon seit einiger Zeit ein Großprojekt um die Comic-Reihe „
Tim und Struppi" in gleich drei Filmen auf die Leinwand zu bringen. Schon in die Vorentwicklung investierten die beiden Filmemacher geschätzte 30 Millionen Dollar. Doch nun gibt es einen Rückschlag: Das Studio Universal Pictures lehnte das Projekt ab. Die beiden Filmemacher setzten für den ersten Film ein Budget von 130 Millionen Dollar an, was Universal zu teuer ist.
Das Problem ist dabei weniger das reine Budget als die Beteiligungsklauseln von Jackson und Spielberg. Die beiden verlangen 30 % aller Einnahmen des Films. Laut Universal müsste der Film 425 Millionen Dollar einspielen, um für das Studio selbst kein Verlustgeschäft zu werden. Die Filmemacher würden alleine schon 100 Millionen verdienen, während das Projekt noch in der Verlustzone ist.
Universal ist ein solches Rechenspiel zu riskant, vor allem da die „Tim und Struppi“-Filme als 3D-Animationsfilme realisiert werden und bisherige Nutzer dieser Technik wie „
Der Polarexpress“ oder „
Monster House“ keine überragenden Erfolge waren. Zudem ist die belgische Comicvorlage in den USA nicht so bekannt, als dass man automatisch einen Blockbuster erwarten kann.
Spielberg und Jackson wollen die Filmreihe nun an Paramount verkaufen und haben dazu eine zehnminütige Testsequenz mehreren Offiziellen des Studios vorgeführt. Bei Paramount kennt man sich mit riskanten Beteiligungsdeals aus. 2006 spielte „
Mission: Impossible III“ weltweit zwar knapp 400 Millionen Dollar ein, wurde für das Studio aber nur zu einem ganz knappen Nullgeschäft. Denn Hauptdarsteller
Tom Cruise hatte einen lukrativen Beteiligungsdeal, der einen Großteil der Einnahmen in seine Taschen fließen ließ.