Lübeck (dpa) - Größer, schöner, teurer: Zum 50. Jubiläum werden sich die Nordischen Filmtage Lübeck in diesem Jahr mit einem ungewohnten Rahmenprogramm präsentieren. Mehrere Ausstellungen sollen die Geschichte der Filmtage und den skandinavischen Hintergrund widerspiegeln.
So wird die Jahresschau zeitgenössischer norwegischer Kunst, die „Østlandsutstillingen“, vom 29. Oktober bis zum 18. Januar in Lübeck zu Gast sein. Eröffnet werden die 50. Nordischen Filmtage am 29. Oktober im Filmpalast Stadthalle. Die Filmpreisnacht mit der Verleihung der Preise der Nordischen Filmtage und des Norddeutschen Filmpreises wird am 1. November im Theater Lübeck stattfinden.
Für das Jubiläum der größten Werkschau des nordeuropäischen Films außerhalb Skandinaviens hat das Land Schleswig-Holstein seinen Zuschuss um 30 000 Euro auf 73 000 Euro erhöht. Auch die Sponsoren und die Hansestadt Lübeck greifen tiefer in die Taschen, so dass in diesem Jahr 600 000 Euro zur Verfügung stehen, 70 000 Euro mehr, als im Vorjahr, verkündeten die Veranstalter. Welche Filme gezeigt werden, soll dagegen erst am 9. Oktober bekanntgemacht werden.
Die Eröffnungsveranstaltung wird der dänische Journalist und Drehbuchautor
Steen Bille moderieren, dessen aktueller Film „World Apart“ auf der Berlinale 2008 gezeigt wurde. Zur Filmpreisnacht werden rund 800 Gäste erwartet. Für die von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein vergebenen Norddeutschen Filmpreise sind unter anderem Fatih Akims „
Chiko“ und Leander Haußmanns Kinoerfolg „
Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ in der Kategorie „Bester Spielfilm“ nominiert.
Neben dem Filmprogramm sind auch ein Experten-Gespräch zur Geschichte des Festivals und eine Podiumsdiskussion mit skandinavischen und deutschen Drehbuchautoren geplant. Außerdem werden Regisseur
Heinrich Breloer und der Geschäftsführer der Bavaria Film, Matthias Esche, am 1. November dem Fachpublikum einen 20-minütigen Ausschnitt aus dem neuen „Buddenbrooks-“Film vorstellen, der am 25. Dezember in die Kinos kommt.