Los Angeles (dpa) - Neuer Ärger in Hollywood um die Filmversion von Bernhard Schlinks Bestseller „
Der Vorleser“: Produzent Scott Rudin ist von dem Projekt abgesprungen und hat seinen Namen aus dem Filmabspann streichen lassen, berichtete das Filmblatt „Variety“.
Rudin, der im Februar als Produzent von „
No Country for Old Men“ mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet wurde, hat sich angeblich mit den ausführenden Produzenten Harvey und Bob Weinstein überworfen. Schon vor Wochen war ein Streit um den Starttermin für den Film hochgekocht. Rudin und Regisseur Stephen Daldry hatten auf mehr Zeit für die Nachbearbeitung des Filmmaterials gepocht - mit einer Premiere in 2009. Die Weinsteins strebten eine frühere Veröffentlichung an. Kürzlich hatten sie als Starttermin den 12. Dezember angegeben.
Der in Deutschland und den USA gedrehte Streifen wird derzeit in New York bearbeitet. Über den deutschen Kinostart ist bislang nichts bekannt. „Der Vorleser“ ist eines der international erfolgreichsten deutschen Bücher. In dem Roman geht es um die Geschichte einer heimlichen Liebe zwischen einem 15 Jahre alten Jungen und einer deutlich älteren Frau und den Umgang mit der NS-Vergangenheit. In den Hauptrollen sind die britische Schauspielerin
Kate Winslet („
Titanic“) und der deutsche Nachwuchsschauspieler
David Kross („
Knallhart“, „
Krabat“) zu sehen.