Bremen (dpa) - Für Regisseur
Fatih Akin ist sein neuer Film, die Komödie „
Soul Kitchen“, sein bisher schwierigstes Projekt. Es sei eine größere Herausforderung, die Leute zum Lachen als zum Weinen zu bringen, sagte der Regisseur am Dienstag am Rande der Dreharbeiten in Bremen.
Dort und in seiner Heimatstadt Hamburg will der 35-jährige Akin („
Gegen die Wand“) die Geschichte über einen Restaurantbesitzer in Szene setzen, die im Herbst 2009 in die Kinos kommen soll.
Schon seit fünf Jahren habe er dieses Projekt realisieren wollen, sagte Akin. „Ich habe mich gedrückt vor diesem Film.“ Dies werde sein erster „Heimatfilm“. Der türkischstämmige Regisseur inszeniert seinen Streifen diesmal ausschließlich in Deutschland. 6 von 44 Drehtagen sind in Bremen geplant. Am Dienstag wurde auf einem Friedhof eine Beerdigungsszene gedreht. Dabei sollte ein Komparse mit einem Schirm auf den Hauptdarsteller einprügeln. Weil Akin nicht zufrieden war, sprang er spontan selbst als Darsteller für die Szene ein.
Erzählt wird die Geschichte von Kneipenbesitzer Zinos (
Adam Bousdoukos), der vom Pech verfolgt wird. Seine Freundin Nadine (
Pheline Roggan) zieht für einen neuen Job nach Shanghai, er erleidet einen Bandscheibenvorfall. Und seit er den exzentrischen Topkoch Shayn (
Birol Ünel) zur Umsatzsteigerung seines schlecht gehenden Ladens eingestellt hat, bleiben auch noch seine wenigen Stammgäste weg. Nachdem sich das neue Konzept jedoch herumgesprochen hat, strömt mehr und mehr Szenepublikum in sein Restaurant. Von Geldproblemen befreit, beschließt Zinos in seinem Liebeskummer, die Geschäftsführung an seinen leicht kriminellen Bruder Illias (
Moritz Bleibtreu) zu übertragen, um zu Nadine nach China zu reisen. Der Film hat nach Angaben des Produzenten Klaus Maeck ein Budget von vier Millionen Euro.