Düsseldorf (dpa) - Der Schauspieler
Jürgen Vogel und der ehemalige Vorstand der Filmförderungsanstalt (FFA), Rolf Bähr, werden für ihre Verdienste um den deutschen Film geehrt.
Sie erhalten in diesem Jahr zu gleichen Teilen den mit 20 000 Euro dotierten Herbert Strate-Preis, teilte die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf mit. Mit der Auszeichnung erinnern die Stiftung und der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF) an den Kinobetreiber Herbert Strate, der sich als langjähriger Präsident der FFA und des HDF für den deutschen Film engagiert hatte.
Jürgen Vogel gelang 1992 mit seiner Rolle in Sönke Wortmanns „Kleine Haie“ der Durchbruch als Kinoschauspieler. Er spielte unter anderem in Produktionen wie „Das Leben ist eine Baustelle“ und „
Emmas Glück“. Als Produzent realisierte er 2005 „
Der freie Wille“, in dem er selbst die Hauptrolle spielte und dafür auf der Berlinale mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. Zuletzt war er unter anderem in der Jugendromanverfilmung „
Die Welle“ im Kino zu sehen.
Der Jurist Rolf Bähr kam 1970 als Justiziar zur Filmförderungsanstalt, deren Vorstandsmitglied er 1990 wurde. Knapp 35 Jahre lang habe der 1939 in Berlin geborene Bähr den deutschen Film „kompetent und konstruktiv begleitet und gefördert“.
Verliehen wird die Auszeichnung am 19. November zusammen mit den Jahresfilmprogramm-Prämien, mit denen die Filmstiftung nordrhein- westfälische Kinobetreiber für ihr herausragendes Programm ehrt. Die bisherigen Preisträger des Strate-Preises sind Sönke Wortmann, Tom Tykwer, Uschi Reich, Günter Lamprecht und der Filmjournalist Heiko R. Blum.