München (dpa) - Oscar-Preisträgerin
Caroline Link bedauert kein bisschen, dass sie die Dreharbeiten für ihren Film „
Im Winter ein Jahr“ von den USA nach Deutschland verlegt hat.
„Ich habe mir mehr als einmal am Drehort gedacht, es war die richtige Entscheidung, den Film hier zu drehen“, sagte die Regisseurin am Dienstagabend bei der Premiere in München. Überzeugt zeigte sich Link insbesondere von ihrer Hauptdarstellerin
Karoline Herfurth, die in dem zwei Stunden langen Streifen als junge Tänzerin Lilli mit Hilfe eines Kunstmalers (
Josef Bierbichler) den Selbstmord ihres Bruders verarbeitet. „Sie hat mich jeden Tag neu überrascht mit ihrem Verständnis für die Figur der Lilli“, lobte Link, die in weiteren Rollen Hanns Zischler und Corinna Harfouch besetzt hat.
Der Film, der am 13. November im Kino startet, erzählt von einer Familie, die nach dem Selbstmord des Sohnes in Sprachlosigkeit erstarrt ist. In ihrer Trauer bittet die Mutter (Harfouch) den Maler Max Hollander, ein Doppelporträt ihrer Tochter Lilli und ihres toten Sohnes Alexander (
Cyril Sjöström) zu malen. Als Hollander versucht, die Tänzerin für seine Arbeit näher kennenzulernen, bricht sich bei ihr eine wilde Trauer Bahn. Auch ihre Eltern zwingt Lilli durch ihre Gefühlsausbrüche und ihr Verhalten dazu, sich mit Alexanders Tod vor knapp einem Jahr endlich auseinanderzusetzen.