Berlin (dpa) - Die mit Spannung erwartete Filmbiografie „
Hilde“ mit
Heike Makatsch als Hildegard Knef wird im Berlinale-Spezialprogramm gezeigt.
In dem Film von Regisseur
Kai Wessel („Die Flucht“) über das Leben des deutschen Nachkriegsstars spielen auch
Monica Bleibtreu und
Michael Gwisdek mit. Als Weltpremiere wird in der Reihe auch Hermine Huntgeburths („
Die weiße Massai“) Verfilmung von Fontanes Roman „
Effi Briest“ mit Bären-Gewinnerin
Julia Jentsch („
Sophie Scholl - Die letzten Tage“) in der Titelrolle zu sehen sein.
Premiere hat ebenfalls das Drama „
John Rabe“ von Oscar-Preisträger
Florian Gallenberger, wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin (5. bis 15. Februar) am Freitag mitteilten.
Ulrich Tukur („
Ein fliehendes Pferd“) spielt darin den deutschen Kaufmann John Rabe, der kurz vor dem Zweiten Weltkrieg 250 000 Chinesen das Leben rettete. In weiteren Rollen sind
Daniel Brühl und
Dagmar Manzel zu sehen.
Als die kaiserliche japanische Armee 1937 China überfiel und mit unsagbarer Brutalität gegen die Zivilbevölkerung der damaligen Hauptstadt Nanjing vorging, handelte Rabe und setzte unter Lebensgefahr eine Schutzzone für Zivilisten durch. Gedreht wurde der Film in Shanghai und an Originalschauplätzen in Nanjing.
Das „Berlinale Special“ zeigt nach Angaben des Festivals außergewöhnliche Neuproduktionen und aktuelle Werke zeitgenössischer Filmemacher, deren Arbeit die Berlinale besonders ehren und präsentieren möchte. US-Regisseur
Paul Schrader („American Gigolo“) ist mit „
Ein Leben für ein Leben“ mit
Jeff Goldblum und
Willem Dafoe in den Hauptrollen vertreten. Der französische Altmeister
Claude Chabrol bringt seinen neuen Film „Bellamy“ mit
Gérard Depardieu nach Berlin.
Michael Ballhaus und Ciro Cappellari zeigen den Dokumentarfilm „In Berlin“, in dem auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) auftritt. Der schon 100-jährige Filmemacher
Manoel de Oliveira aus Portugal ist mit „Singularidades de uma rapariga loura“ (Einzigartigkeiten eines blonden Mädchens) dabei.