Berlin (dpa) - Als einzige Europastation zeigt Berlin eine umfangreiche US-Schau über das Werk von Thriller-Regisseur
Alfred Hitchcock. „Casting A Shadow. Alfred Hitchcock und seine Werkstatt“ heißt die Ausstellung im Museum für Film und Fernsehen am Potsdamer Platz.
Mehr als 200 Exponate geben detaillierte Einblicke in die Arbeitsweise des legendären Filmemachers und seiner engsten Mitarbeiter. Zu sehen sind Zeichnungen und Storyboards, Kostüme, Drehbuchseiten und Korrespondenzen. Es gibt Tonaufnahmen von Drehbuchbesprechungen sowie Filmausschnitte und Interviews. Sie dokumentieren die einzelnen Entwicklungsschritte bei der Entstehung von Meisterwerken wie „
Die Vögel“ (1963), „
Die rote Lola“ (1950), „
Im Schatten des Zweifels“ (1943) oder „
Der unsichtbare Dritte“ (1959).
Die vom Mary and Leigh Block Museum of Art der Northwestern University in Illinois und der Margaret Herrick Library der Academy of Motion Picture Arts and Science konzipierte Schau ist vom 29. Januar bis zum 10. Mai zu sehen.
Kurz vor der Berlinale (5. bis 15.2.) eröffnet das Berliner Filmmuseum am Donnerstag auch zwei neue Räume für die Dauerausstellung. Sie widmen sich dem deutschen Film von 1946 bis zur Gegenwart. An einer „Wand der Regisseure“ werden 44 Filmemacher aus Ost- und Westdeutschland vorgestellt, die sich mit der Geschichte und dem Alltag ihres Landes befasst haben. Viele Regisseure haben dafür ihre privaten Archive geöffnet und zum Teil sehr persönliche Exponate zur Verfügung gestellt.
Zu sehen sind zum Beispiel die Original-Blechtrommel aus Volker Schlöndorffs Grass-Verfilmung „
Die Blechtrommel“, das Kostüm von Lola aus Tom Tykwers „
Lola rennt“ und der Kimono, den
Hannelore Elsner und
Elmar Wepper in Doris Dörries „
Kirschblüten - Hanami“ getragen haben. Filmausschnitte und biografisches Material ergänzen die Schau.