Berlin (dpa) - Die Neuverfilmung von „
Effi Briest“ mit
Julia Jentsch („
Sophie Scholl - Die letzten Tage“) in der Titelrolle ist am Sonntagabend in einer ersten Pressevorstellung auf der Berlinale mit freundlichem Applaus aufgenommen worden.
Hermine Huntgeburth („
Die weiße Massai“) hat den Fontane-Klassiker sanft modernisiert und den Schluss der tragischen Geschichte verändert. „Für mich war es neben der Liebes- und Ehebruchgeschichte auch eine Emanzipationsgeschichte“, sagte die Regisseurin über ihren außer Konkurrenz in der Reihe „Berlinale Special“ gezeigten Film.
Die Filme des Berlinale-Wettbewerbs in der Filmstarts.de-Galerie
Die 17-jährige Effi heiratet auf Wunsch ihrer Eltern den fast fast 20 Jahre älteren Baron von Innstetten - gespielt von
Sebastian Koch. Effi ist in dieser rationalen Ehe unglücklich und beginnt eine fatale Liebschaft mit einem einstigen Regimentskameraden ihres Ehemannes. Jahre später und als die Beziehung schon lange beendet ist, kommt Innstetten dahinter.
Um seine Ehre zu retten, fordert er seinen Widersacher zum Duell und verstößt seine Frau. Anders als im Roman zerbricht Effi nicht an dem verhängnisvollen Verlauf der Geschichte. „Der Befreiungswille dieser Frau ist etwas ganz Modernes“ sagte Huntgeburth. Deshalb habe sie ein kraftvolles Ende für den Film haben wollen. Das Spannende an der Geschichte sei, dass eine junge Frau ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse entdeckt und sie am Ende auch lebt.
Am Dienstagabend feiert der Film seine Gala-Premiere im Berliner Friedrichstadtpalast. Am Donnerstag (12.2.) startet „Effi Briest“ im Kino.