Berlin (dpa) - Mit „
Eden is West“ hat Oscarpreisträger
Constantin Costa-Gavras („Missing“) den offiziellen Abschlussfilm der diesjährigen Berlinale vorgestellt.
Mit leichter Hand inszeniert, erzählt die mal dramatische, mal heitere, mal melancholische Ballade die Geschichte eines jungen Mannes, der über Griechenland illegal in die Europäische Union einreist. In der Besetzung sind unter anderem die deutschen Schauspieler
Juliane Köhler und
Ulrich Tukur. Der Film wird am Abend nach der Verleihung der Bären im Berlinale-Palast zu sehen sein.
Die Filme des Berlinale-Wettbewerbs in der Filmstarts.de-Galerie
Costa-Gavras, der am Freitag seinen 76. Geburtstag feierte, sagte in Berlin: „Das ist kein biografischer Film, aber ein sehr persönlicher. Denn ich habe ja das Schicksal der Emigration selbst erlebt.“ Zum politischen Hintergrund erklärte er: „Die Armut in vielen Teilen der Welt ist bekanntlich sehr groß, und es werden immer Exilanten aus der Armut in den reichen Westen kommen wollen. Wir im Westen müssen uns den damit verbundenen Problemen viel stärker und viel offener als bisher stellen.“
An die europäischen Politiker gerichtet, betonte Costa-Gavras: „Alle Vorschläge der Politik gehen nur dahin, die Immigranten in ihre Heimat zurück zu schicken. Nirgendwo wird daran gedacht, die Würde dieser Menschen zu schützen. Das muss sich ändern. Wegschicken und Wegsehen bringen gar nichts.“ Juliane Köhler erzählte: „Ich bin sehr glücklich, dass ich in diesem Film mitspielen durfte, denn ich empfinde ihn als politisch ungemein wichtig.“