Berlin (dpa) - Mit „
Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ wurde sie 1981 über Nacht berühmt.
Natja Brunckhorst (42) steht zu dem Kinofilm, in dem sie das drogensüchtige Berliner Mädchen spielt, als einem Teil ihrer Vergangenheit.
„Es hat mich früher belastet, als ich noch jünger war, weil ich damit nicht gut umgehen konnte“, sagte Brunckhorst, die heute Drehbuchautorin ist, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. „Ich bin mittlerweile stolz darauf, weil ich finde, der Film ist zeitlos und immer noch gut. Und ich finde, ich habe Tolles geleistet“, sagte sie bei der Vorstellung des RBB-„Tatort“-Krimis „Oben und Unten“ (Sendetermin 19.4.), für den sie das Drehbuch geschrieben hat.
Es sei schön, zu beobachten, dass Kinder im Alter ihrer Tochter (Jahrgang 1991) den Film von damals immer noch sehen. „Ich war jetzt gerade in der Schule meiner Tochter und habe den Film vorgestellt“, erzählte Brunckhorst, die in München lebt. Die Diskussion sei sehr interessant gewesen. „Der Film hat immer noch die gleiche Wirkung.“ Brunckhorst kennt aber auch das Argument, dass die Drogenwelt, untermalt von David-Bowie-Musik, auf manche faszinierend wirkte. Sie glaubt, dass die meisten, wie auch ihre Tochter, abgeschreckt wurden.
„Ich bin aber auf einige Menschen gestoßen im Laufe der Zeit, die zu mir gekommen sind und gesagt haben: "Wegen dir habe ich angefangen". Da brauchte ich eine Weile, um dahinter zu kommen, dass das Menschen sind, die in jedem Fall angefangen hätten, ob es den Film gibt oder nicht“, sagte Brunckhorst. Verbindung zu Berlin stellt jetzt wieder ihr Engagement für die „Tatort“-Reihe her. Die Drehbuchautorin sagte: „Berlin ist einfach immer eine Stadt, die mich fasziniert, auch wenn ich nicht mehr hier wohne.“
Inspiration war die einmalige Berliner Unterwelt, die „Stadt unter der Stadt“. Es geht um einen Toten in der U-Bahn. Die Fahnder Ritter und Stark (
Dominic Raacke und
Boris Aljinovic) ermitteln im Untergrund genauso wie in luftiger Höhe. Brunckhorst lacht auf die Frage, wie es war, ein Buch für einen Film zu schreiben, in dem ihr Ex-Freund Raacke mitspielt. Sie kenne ihn so gut - und er müsse jetzt in dem Krimi einige Herausforderungen meistern.