Berlin (dpa) - „
Carlos, der Schakal“ kommt ins Kino. An diesem Dienstag laufen in Berlin Dreharbeiten zu dem Film über den Terroristen Ilich Ramirez Sanchez, genannt Carlos, „der Mann mit der Sonnenbrille“.
Der Venezolaner war jahrelang weltweit einer der meistgesuchten Politverbrecher und überzog in den 70er und 80er Jahre Westeuropa mit einer Serie blutiger Terrorakte, bei denen zahlreiche Menschen getötet wurden. 1975 war er unter anderem am Anschlag auf das OPEC-Hauptquartier in Wien beteiligt. Regie bei der Verfilmung führt der französische Regisseur
Olivier Assayas („
Boarding Gate“). „Carlos der Schakal“ soll im Herbst 2010 anlaufen.
1994 wurde Carlos im Sudan gefasst und an Frankreich ausgeliefert, wo er 1997 in Paris wegen Mordes an Polizisten zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Er wird im Film von dem Schauspieler
Edgar Ramirez („
Das Bourne Ultimatum“) gespielt. Einer seiner Helfershelfer und „rechte Hand“ in Deutschland war Johannes Weinrich, der von dem Berliner Schauspieler
Alexander Scheer („
Sonnenallee“) dargestellt wird. Weinrich verbüßt seit Januar 2000 in Berlin eine lebenslange Haft wegen des Bombenattentats auf das französische Kulturzentrum Maison de France am Kurfürstendamm 1983.
Die Dreharbeiten zu dem Film haben Mitte Februar in Paris begonnen. Nach Berlin macht die Filmcrew Station in Sachsen-Anhalt in Halle und in Naumburg. Anschließend sind Dreharbeiten in Leipzig, London, Budapest, Beirut, im Sudan und nochmal in Berlin geplant.