Hamburg (dpa) - In der Comedyserie „Stromberg“ ist er nur eine Figur von vielen. Jetzt aber bekommt Schauspieler
Bjarne I. Mädel vom Münchner Privatsender ProSieben Gelegenheit, sein Talent in einer Hauptrolle unter Beweis zu stellen.
Er spielt in den acht Teilen der neuen Serie „Der kleine Mann“ von diesem Dienstag (22.45 Uhr) an den Elektrofachverkäufer Rüdiger Bunz, dessen langweiliges Leben sich schlagartig verändert, als ihn die gierige Werbeindustrie als „Testimonial“ für einen Kräuterschnaps entdeckt.
Autor der Serie ist Ralf Husmann, der unter anderem „Stromberg“ erfunden hat und dafür mittlerweile mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. „Qualität und Mainstream müssen sich nicht ausschließen“, sagt Husmann über „Der kleine Mann“. „Einen Normalo zu spielen, ist richtig schwierig“, sagt Mädel. „Es gibt nichts, woran man sich festhalten kann. Bei "Stromberg" war das Schöne, dass ich aus der zweiten Reihe schießen konnte und vorne stand die Glatze.“ Nun sei er bei fast jeder Szene - mit zwei Ausnahmen - selber dabei gewesen.
Der Elektrofachverkäufer ist der Inbegriff des „Normalos“. Für seine Frau kocht er am liebsten Gulasch und älteren Damen repariert er den Staubsauger selbstverständlich kostenlos. Doch mit der Ruhe ist es quasi über Nacht vorbei, als er von der Straße weg für einen Werbespot gecastet wird: Lydia (
Karoline Eichhorn), Mitarbeiterin einer Werbeagentur, macht Rüdiger kurzerhand zur Reklame-Ikone für die Schnapsmarke „Der kleine Mann“ - und Rüdiger schlagartig berühmt. Sein ruhiges Leben gerät mächtig durcheinander. In weiteren Rollen spielen
Florian Lukas,
Karl Kranzkowski und
Christina Große.
Trotz einiger Rückschläge im Serienbereich will ProSieben in dem Genre weiter aktiv bleiben und entwickelt weiter neue Produktionen. Auch mit „Stromberg“ soll es weiter gehen, die Fans müssen sich nur etwas gedulden. Seit Februar wird die vierte Staffel produziert. Der Sendetermin dafür ist allerdings noch offen.