Hamburg (dpa) - Kult-Regisseur
Quentin Tarantino ist kein Freund des Stauffenberg-Films „
Operation Walküre“: „All diese berühmten britischen Schauspieler, die einen Nazi nach dem anderen spielen: Das ist so altmodisch“, klagt Tarantino im Magazin „Stern“.
Der Film, in dem Hollywood-Star
Tom Cruise und britische Schauspieler wie
Kenneth Branagh mitspielen, handelt vom deutschen Widerstand und dem Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg.
In seinem fast komplett in Deutschland gedrehten Weltkriegsfilm „
Inglourious Basterds“ werden alle Deutschen von deutschsprachigen Schauspielern gespielt, wie Tarantino betont. „Das war extrem wichtig für mich. Keine Schweden, keine Holländer. Sorry,
Max von Sydow, bye-bye
Rutger Hauer.“ Sein Fazit: „Ich bin die Anti-Walküre!“ Tarantino lobt auch die einheimischen Schauspieler: „Ihr Deutschen habt fantastische Talente“, sagte der Amerikaner dem Magazin.
Auf Vorwürfe, dass er das Dritte Reich für eine gut gelaunte Gewaltorgie ausschlachte, sagt der US-Regisseur: „Ich will nicht respektlos erscheinen, vor diesem schwergewichtigen historischen Hintergrund, sondern die Geschichte auf meine Weise erzählen.“ Sein neuer Film sei ein aufregender Abenteuerfilm.
„Inglourious Basterds“ handelt von einer jüdisch-amerikanischen Elite-Einheit, die 1941 im besetzten Frankreich Jagd auf Nazis macht und ein Attentat auf Hitler plant. Neben
Brad Pitt spielen unter anderem
Diane Kruger,
Daniel Brühl und
Til Schweiger mit. Der Film feiert Mitte Mai seine Weltpremiere beim Festival in Cannes.