Vor dem Schiedsgericht: Uwe Boll muss 2,26 Mio. blechen
Donnerstag, 04.06.2009 | 12:27 Uhr
Filmstarts – Der amerikanische Filmverleih Fantastic Films International hat einen Schiedsspruch über 2,26 Millionen Dollar gegen den deutschen Regisseur und Produzenten Uwe Boll erreicht. Obwohl der in Los Angeles ansässige Verleih die exklusiven Vertriebsrechte unter anderem an Bolls Filmen "Bloodrayne", "Schwerter des Königs" und "Far Cry" besaß, hatte Boll seine Filme zum Teil trotzdem selbst vertrieben und dabei keine Provisionen an den eigentlichen Rechteinhaber abgetreten, was das Gericht als Vertragsbruch ansah.
Fantastic Films Intenational sowie die Geschäftsführerin Roxane Barbat bekamen außerdem 200.000 Dollar Schadensersatz zugesprochen, weil Uwe Boll den Verleih in seiner typischen hemdsärmeligen Art in einer E-Mail verunglimpft hatte.
Wer wissen will, wie der umstrittene Filmemacher Uwe Boll ("German Fried Movie", "Das erste Semester", "Blackwoods", "Seed", "Postal", "Tunnel Rats") so tickt, dem seien die Audiokommentare des Regisseurs zu seinen Filmen "Alone In The Dark" und "Heart Of America" ans Herz gelegt. In ersterem beklagt er sich bitterlich, dass Tara Reid in einer Sexszene einfach nicht ihren BH ausziehen wollte. In dem Kommentar zu "Heart Of America" echauffiert er sich herrlich darüber, dass alle Kritiker nur "Elephant" von Gus van Sant und nicht seinen Amokfilm abfeierten, der ja eigentlich viel besser sei als der doppelte Cannes-Gewinner. Kurz vor dem Amoklauf sagt Boll dann noch, dass er nun still sei, damit der Zuschauer das Kommende besser genießen könne.






Luzian