Filmstarts – Wer am gestrigen Dienstag über den Münchner Marienplatz lief, konnten glauben, er wäre in den Siebziger Jahren gelandet. Der Grund:
Joseph Vilsmaier ("
Die Geschichte vom Brandner Kaspar", "
Der letzte Zug") dreht dort Szenen für sein Bergsteigerdrama "
Nanga Parbat". Schaulustige konnten so erleben, wie eine Gruppe von Bergsteigern in den Himalaya verabschiedet wurde.
"Nanga Parbat" erzählt die Geschichte der beiden Brüder Reinhold und Günther Messer, die im Juni 1970 gemeinsam über die extrem schwierige Rupalwand den Gipfel des 8125 Meter hohen Berges Nanga Parbat erklommen. Nur Reinhold Messner kehrte anschließend lebend zurück.
Regisseur Joseph Vilsmaier und der eng in die Produktion involvierte Messner zeigten anlässlich des Drehs in München auch bereits erste Bilder aus dem rund sechs Millionen Euro teuren Streifen, der hauptsächlich in den Alpen und im Himalaya gedreht wurde.
In den Hauptrollen sind
Florian Stetter ("
Napola") und
Andreas Tobias ("
Der Baader Meinhof Komplex") zu sehen.
Lena Stolze ("
Vision") spielt Mutter Messner,
Karl Markovics ("
Die Fälscher") verkörpert den Expeditionsleiter Herrligkoffer.
Auf die Streitigkeiten, die nach dem tragischen Tod von Günther Messer folgten und sogar in einem Rechtsstreit zwischen Reinhold Messner und ehemaligen Bergkameraden sowie dem Expeditionsleiter Herrligkoffer gipfelten, wird der Film allerdings nicht eingehen. Ex-Kameraden hatten die Vermutung geäußert, dass Reinhold Messner seinen jüngeren Bruder damals alleine ins Lager zurückgehen ließ und selbst über die andere Seite abgestiegen sei. Er habe daher Schuld am Tod des Bruders.
"Nanga Parbat" soll im Januar 2010 in die Kinos kommen.