Filmstarts – Vorige Woche haben wir euch berichtet, dass Sony kurz vor Beginn der Dreharbeiten zu Steven Soderberghs Baseball-Drama "
Moneyball" das Projekt gestoppt hat. Als Grund gab Sony Pictures Co-Präsidentin Amy Pascal an, mit den Änderungen von Soderbergh an Steven Zaillians ("
Schindlers Liste", "
American Gangster") Drehbuch unzufrieden zu sein, da der Regisseur eine zu experimentelle Realisierung anstreben würde. Sony gab Soderbergh die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit ein anderes Studio für die Produktion des Baseball-Dramas zu finden. Gegenüber der
LA Times hat Amy Pascal nun erwähnt, dass Soderbergh kein Studio gefunden habe und sie ihn somit durch einen anderen Regisseur ersetzen werden.
Pascal beteuert, dass sie "gerne mit Steven zusammen arbeiten" wollte, da er "ein großartiger Regisseur" sei. "Aber die Änderungen am Drehbuch entsprachen nicht den Vereinbarungen, die wie unterschrieben haben", so Pascal. Soderbergh wollte in dem Film nur zeigen, was im realen Leben auch passiert ist. Darum hatte er sich dazu entschlossen, Interviews mit echten Baseball-Spielern einzufügen und so mit dokumentarischen Mitteln zu arbeiten. Genau dies wäre für Pascal das Problem, da sie in der Geschichte einen anderen Weg sehe, eine Baseball-Story zu erzählen. Sony soll auch befürchtet haben, dass Soderbergh mit "Moneyball" einen weiteren experimentellen Film realisieren könnte, wie zuletzt mit "
The Girlfriend Experience". Sie hätten sich eine konventionellere Realisierung im Stile von "
Out of Sight" oder "
Ocean's Eleven" gewünscht.
Bisher ist noch nicht bekannt, ob
Brad Pitt, der die Hauptrolle übernehmen sollte, dem Projekt erhalten bleibt. Er sollte Billy Beane spielen, der ab 1997 als Manager die kalifornische Baseballmannschaft Oakland A‘s kostengünstig zu großem Erfolg verholfen hat. Soderbergh hatte auch bereits
Demetri Martin ("
The Rocker", "
Taking Woodstock") und reale Oakland A's Teammitglieder wie David Justice oder Scott Hattenberg als Darsteller verpflichtet.