Fimstarts - Der umstrittene Filmemacher
Michael Moore, der mit seinen provokanten und eigenwilligen Dokumentationen "
Bowling For Columbine" und "
Fahrenheit 9/11" nicht nur den Zorn der amerikanischen Konservativen auf sich zog, sondern auch wichtige Auszeichnungen einheimste, will das Register wechseln und einen Spielfilm drehen.
Seiner neuesten Dokumentation "
Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte", einem Kommentar zur globalen Finanzkrise, der im Herbst in die Kinos kommen wird, lässt Moore entweder eine Komödie oder einen Mystery-Thriller folgen. Einzelheiten sind noch nicht bekannt, aber es ist davon auszugehen, dass der Provokateur und Selbstdarsteller auch im Spielfilm keinen politischen Sprengstoff scheut.
Moores bisher einziger fiktionaler Film war die wenig erfolgreiche politische Komödie "Canadian Bacon" von 1995, der für die Videoauswertung in Deutschland den Titel „Unsere feindlichen Nachbarn“ erhielt. In dem Film beschwört der von
Alan Alda ("
Aviator", "
Verbrechen und andere Kleinigkeiten") gespielte US-Präsident, der sich im Umfragentief befindet, einen kriegerischen Konflikt mit dem kanadischen Nachbarn herauf, um die Nation hinter sich zu bringen. Eine wesentlich gelungenere Variante dieses Plots zeigte
Barry Levinson zwei Jahre nach Moore in seiner Satire "
Wag The Dog" mit
Robert de Niro und
Dustin Hoffman.