Filmstarts – Bereits im Juni war Erfolgsregisseur
David Fincher ("
Fight Club", "
Zodiac", "
Der seltsame Fall des Benjamin Button") im Gespräch, für Columbia Pictures die Geschichte der Website Facebook und dessen Erfinder Mark Zuckerberg zu verfilmen. Nun hat das Studio Fincher grünes Licht für das Projekt gegeben. Der Produktionsbeginn von "
The Social Network" wurde für Oktober festgelegt. Derzeit werden mögliche Drehorte in Cambridge und Boston besichtigt. Fincher soll für die Verfilmung der Erfolgsgeschichte des sozialen Netzwerks ein Budget von 47 Millionen Dollar zur Verfügung haben.
Für das Drehbuch, das als "unvorhersehbar, lustig, ergreifend und verrückt" beschrieben wird, ist Aaron Sorkin ("
Der Krieg des Charlie Wilson", "
The Trial Of The Chicago Seven") verantwortlich. Dabei bezieht sich Sorkin auf Ben Mezrichs halbfiktionales Sachbuch "The Accidental Billionaires: The Founding Of Facebook, A Tale Of Sex, Money, Genius and Betrayal", das im Juli in den USA erschienen ist und bereits im Voraus für Aufregung sorgte. Mezrich, der mit "
21" und "Digital Virus - Killer aus dem System" bereits zwei Romanvorlagen für die Kinoleinwand geliefert hat, soll in seinem halbfiktionalen Sachbuch zu sehr auf den Womanizer-Aspekt des Facebook-Gründers Zuckerberg eingegangen sein.
Dabei hatte Zuckerberg gemeinsam mit seinem damaligen Mitbewohner und Computerfreak Eduardo Saverin 2004 als Harvard-Student eines Nachts den Server der Universität gehackt, um eine Datenbank mit allen weiblichen Studentinnen des Campus anzulegen. Zuckerberg und Saverin kostete diese Aktion zwar fast den Verweis der Elite-Uni, sie durften dann jedoch die Idee weiterverwenden und ein soziales Netzwerk für die Studenten der Universität anlegen. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten, und das Konzept wurde bald auf Studenten der ganzen USA ausgeweitet. Seit dem Vorjahr ist Facebook auch in europäischen und asiatischen Sprachen verfügbar und zählt heute mehr als 250 Millionen Nutzer.
Mit seinen 25 Jahren ist Zuckerberg der jüngste zurzeit lebende Milliardär der Welt. Von Finchers Projekt soll Zuckerberg nicht sehr begeistert sein, basiert es denn auch auf Mezrichs Buch, in dem er nicht gerade von seiner besten Seite gezeigt wird. Ein Gerücht besagt, dass er seinen Mitarbeitern aufgetragen habe, nicht mit Personen, die in der Filmproduktion involviert sind, zu sprechen. Auch gegenüber Columbia Pictures soll er seinen Unmut geäußert haben. Für seine Rolle waren zuletzt
Shia LaBeouf ("
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels", "
Transformers - Die Rache") und
Michael Cera ("
Juno") im Gespräch.