Filmstarts – Der hervorragende Start von Quentin Tarantinos Kriegs-Groteske "
Inglourious Basterds", der in den US-Charts jetzt auf Platz zwei fiel (19,3 Mio. Dollar/gesamt: 73,1 Mio. Dollar), hatte in der vergangenen Woche die Weinstein Company vor dem finanziellen Ruin bewahrt. Dieser Film musste funktionieren und tat es auch. Es ist der erst zweite Tarantino-Film, der die 100-Millionen-Dollar-Grenze in den USA passiert wird (nach "
Pulp Fiction" mit 108 Mio. Dollar). Mit Blick auf die aktuelle Startwoche bleibt allerdings nur Kopfschütteln für die Weinstein-Brüder. Warum das New Yorker Indie-Studio gegen ein anderes starkes Horror-Franchise angetreten ist, sorgt für Verwunderung. Beide Filme kämpften um dasselbe Zielpublikum und kannibalisierten sich somit gegenseitig. Dabei setzte sich Warners "
Final Destination 4" (27,4 Mio. Dollar) auf Rang eins klar gegen den wieder von Rob Zombie inszenierten Weinstein-Film "
Halloween 2" (16,4 Mio. Dollar) durch, der auf Position drei einkam.
Der südafrikanische Sci-Fi-Überraschungserfolg "
District 9"(10,2 Mio. Dollar/90,4 Mio. Dollar) von
Neill Blomkamp folgt auf Platz vier vor Stephen Sommers‘ Sci-Fi-Actioner "
G.I. Joe" (7,7 Mio. Dollar/132,2 Mio. Dollar). Nora Ephrons Komödie "
Julie & Julia" mit
Amy Adams und
Meryl Streep (7,1 Mio. Dollar/70,6 Mio. Dollar) zeigt weiterhin Hitqualitäten, während Ang Lees Nostalgie-Musikfilm "
Taking Woodstock" (3,5 Mio. Dollar) auf Rang neun enttäuschte. Der Film lief zwar nur in knapp 1.400 Kinos an (zum Vergleich: "
Final Destination 4" = 3.121 Kinos), trotzdem ist der Kopienschnitt nicht gut.
Am Freitag starten in den USA der Actioner „
Gamer“ mit
Gerard Butler und
Michael C. "Dexter" Hall, die Komödie "
Extract" mit
Jason Bateman und
Ben Affleck, der Horror-Thriller "
Carriers" mit "Captain Kirk"
Chris Pine sowie die romantische Komödie "
All About Steve" mit
Sandra Bullock und
Bradley Cooper.