Filmstarts – Nachdem er gerade seinen "
Sherlock Holmes"-Film fertig gestellt hat, kann Regisseur
Guy Ritchie ("
Snatch") gleich zum nächsten Projekt übergehen. Er hat sich bei Warner als Regisseur für die DC-Comic-Reihe "
Lobo" verpflichtet.
Joel Silver,
Akiva Goldsman und Andrew Rona fungieren als Produzenten.
Lobo hatte seinen ersten Comicauftritt im Juni 1983 als außerirdischer Kopfgeldjäger in einem Heft der Serie "Omega Men". Es folgten zahlreiche Gastauftritte in den Serien anderer DC-Helden, darunter "
Superman", "
Wonder Woman", "
Green Lantern" und der "
Justice League", wobei Lobos Auftritt fast in jedem Fall nur dem Zweck diente, die jeweilige Hauptfigur der Serie zu verprügeln. Er agierte dabei mit einer für damalige Comicverhältnisse ungewohnten Brutalität. Seit 1988 tritt die Figur, die 1990 schließlich auch ihre eigene Comic-Reihe bekam, in Biker-Kluft auf, trägt bevorzugt Lederklamotten mit Nieten und Ketten
Lobo, ein blauer Riese, war bereits von Geburt an ein überaus brutaler Zeitgenosse und zerstörte im Alter von sechzehn Jahren seinen eigentlich friedliebenden Heimatplaneten, um alle Bewohner zu töten. Seither verdingt er sich als Kopfgeldjäger, wobei ihm seine gewaltige, übermenschliche Körperkraft und seine angeborenen Heilfähigkeiten eine große Hilfe sind. Lobos größte Schwäche ist sein selbst auferlegter Ehrenkodex, der ihn zwingt, ein einmal gegebenes Versprechen einzuhalten, sofern er kein Schlupfloch findet. Lobo verachtet alles Gute. Er trinkt Bier, raucht Zigarren, flucht, hört mit Vorliebe Heavy Metal und bewegt sich auf einer Art Weltraum-Motorrad fort, das er wie ein Pferd durch einmaliges Pfeifen jederzeit herbeirufen kann.
In der Filmhandlung soll die Jagd nach vier Flüchtlingen Lobo auf die Erde führen. Diese richten dort verheerenden Schaden an und der griesgrämige Lobo wird schließlich gezwungen sich mit einer Teenagerin zu verbünden, um die flüchtigen Kreaturen zu stoppen.
Das Filmprojekt ist schon seit rund zehn Jahren in Entwicklung. Bis vor kurzem war noch
Doug Liman ("
Jumper", "
Die Bourne Identität") als Regisseur an Bord, Produzent Joel Silver bestand aber nun auf eine Verpflichtung von Guy Ritchie, mit dem er bei "Sherlock Holmes" sehr gute Erfahrung gemacht hat. Das aktuelle Drehbuch stammt von
Don Payne ("
Die Super-Ex", "
Fantastic Four - Rise Of The Silver Surfer") soll aber noch einmal von Ritchie überarbeitet werden, bevor der Film Anfang nächsten Jahres in Produktion geht.
Trotz des gewalttätigen Potentials der Hauptfigur plant Warner ein PG-13-Rating.
Andere geplante Guy-Ritchie-Projekte wie ein Remake der Musical-Krimi-Komödie "
Schwere Jungs, leichte Mädchen" mit
Jason Statham und
Justin Timberlake in den Hauptrollen sowie ein Remake von "
Das dreckige Dutzend" werden unter den gegeben Umständen weiter warten müssen.