Filmstarts - Preise wie den "Oscar", den "Golden Globe" oder den "Emmy" kennt jeder, doch was verbirgt sich hinter dem "Scream Award"? Letzterer wird jährlich in Los Angeles für Horror-, Sci-Fi- und Fantasy-Filme/Serien bzw. deren Mitwirkende vergeben. Die "Scream Awards" gehen also in Bereiche, die bei den genannten traditionelleren Preisverleihungen eher unterrepräsentiert sind. Außerdem ist der "Scream Award" im Gegensatz zum "Oscar", "Golden Globe" und "Emmy" ein Publikumspreis.
Am gestrigen Samstag (17.10.) war es also wieder soweit - die "Scream Awards" wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im "Greek Theatre" (LA) vergeben. Abräumer waren die Vampir-Serie "
serie,True Blood" sowie die diesjährigen Blockbuster "
Transformers - Die Rache", "
Twilight" und "
Star Trek":
"True Blood" gewann in den Kategorien "Beste Fernsehserie", "Bester Bösewicht" (
Alexander Skarsgard aus "
Zoolander" als sexy Vampir Eric Northman), "Beste Horrorschauspielerin" (
Anna Paquin aus "
X-Men" und "
Trick 'R Treat") und "Bester Horror-Schauspieler" (
Stephen Moyer).
Die Vampir-Romanze "Twilight" konnte weitere vier "Scream Awards" für das Reich der Blutsauger sichern: "Bester Fantasy-Film", "Beste Fantasy-Schauspieler" (
Kristen Stewart und
Robert Pattinson) und "Beste Breakout Performance" (
Taylor Lautner).
Der äußerst gelungene Star-Trek-Reboot bekam verdientermaßen die Auszeichnungen "Bester Regisseur" (
J.J. Abrams), "Bestes Sci-Fi-Movie" sowie den Hauptpreis "Ultimate Scream Award". Selbiger wurde übrigens von niemand geringerem entgegengenommen als von
William Shatner ("
Star Trek - Der Film", "
Fanboys"), dem Captain-Kirk-Schauspieler der Star-Trek-Fernsehserie, der im neuen Film gar nicht besetzt wurde (im Gegensatz zu seinem Kollegen
Leonard Nimoy als Spock). Shatner erklärte an Abrams gerichtet: "Der Film war groß...Stell Dir vor, wie groß er hätte sein können, wenn ich dabei gewesen wäre. Ich warte auf Deinen Anruf!"
Für die Roboter-Zerstörungsorgie "Transformers - Die Rückkehr" fielen erwartungsgemäß die Preise ab, bei denen es um die Optik geht: "Beste Special-Effekte", "Beste Sci-Fi-Schauspielerin (
Megan Fox) und "Beste Breakout Performance" (
Isabel Lucas als verführerische Killer-Maschine in Menschengestalt).
Weniger schön, dafür zu Recht umso berühmter ist der Stones-Gitarrist
Keith Richards, der von
Johnny Depp ("
Fluch der Karibik", "
Sweeney Todd") den "Rock Immortal Award" überreicht bekam. Neben Richards wurden zwei weitere Unsterbliche ausgezeichnet: "
Die Nacht der lebenden Toten"-Regisseur
George A. Romero ("
Land Of The Dead", "
Diary Of The Dead") konnte den "Scream Mastermind Award" mit nach Hause nehmen, nachdem
Quentin Tarantino ("
Pulp Fiction", "
Inglourious Basterds") ihm selbigen in die Hand drückte; Comic-Zeichner-Legende
Stan Lee wurde mit dem "Comic-Con Icon Award" geehrt.
ProSieben strahlt die Scream Awards am 31.10.2009 ab 00.30 Uhr aus.