Filmstarts – Dass
Sam Raimi und Sony sich nicht über ein Drehbuch für "Spider-Man 4" einigen konnten, der Regisseur daher ausstieg und es nun zu einem Reboot der Superheldengeschichte kommt, ist das bestimmende Filmthema der vergangenen Tage. Gegenüber
NYMag.com hat nun ein Insider aus der Produktion erklärt, dass die wahren Gründe für die Differenzen zwischen Raimi und Sony viel weiter gehen.
Einer der Gründe für die Auseinandersetzung sei der visuelle Stil gewesen, der Raimi vorgeschwebt sei. Der sei nämlich so begeistert von James Camerons "
Avatar" gewesen, dass er ähnliche Effekte für "Spider-Man 4" verlangt habe. Ein Film in diesem Stil sei Sony aber viel zu teuer gewesen und hätte außerdem viel zu viel Entwicklungszeit benötigt.
Dazu kam die Auseinandersetzung über den Bösewicht. Dass Raimi mit Vulture einen 60 Jahre alten Spidey-Gegner wollte, habe Sony und Partner Hasbro nicht gepasst, da dies marketingtechnisch und beim Verkauf von Actionfiguren ein Alptraum gewesen sei. Aber die Drehbuchprobleme hätten nicht bei der Besetzung des Bösewichtes aufgehört, sondern auch mit der Verwendung von diesem. Raimi hätte eine klare Vorstellung für die Story gehabt, die Sony überhaupt nicht gefallen habe.
Der Insider beschreibt gegenüber
NYMag.com Raimis Story des nun toten "Spider-Man 4" so: Peter Parker verlässt seine Freundin MJ und findet eine neue Liebe. Dann findet er allerdings heraus, dass der Vater seiner Angebeteten der Bösewicht Vulture ist. Peter ist hin- und hergerissen zwischen seiner neuen Liebe und der Jagd auf den Bösewicht. Schließlich gewinnt in ihm sein Superhelden-Ich und er schnappt sich den Vulture und tötet ihn. Als seine neue Freundin, mit der er sich bereits verlobt hat, davon erfährt, verstößt sie ihn. Am Boden zerstört, beschließt Peter Parker sich von seinen Superkräften abzuwenden. Der vierte Teil hätte mit einer Szene geendet, in der Peter seine Spider-Man-Maske wegwirft.